Trading-Stocks.de

Normale Version: China - Eine Supermacht
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
(28.05.2023, 14:04)Skeptiker schrieb: [ -> ]----
Nochmal: Glaubst du im Ernst, dass ein heute unabhängiges Tibet wieder zum alten Feudalregime zurückkehren würde?
Der Dalai Lama hat meines Wissens selbst auf seinen Führungsanspruch verzichtet. Er wäre allenfalls noch ein Staatsoberhaupt wie der König von England.

----

Ich weiss nicht was ein unabhaengiges Tibet tun wuerde - weisst du was die tuen wuerden? Ich weiss ebenfalls nicht ob er Charles nacheifern wuerde bzw auf welcher Rechtsgrundlage diese Annahme beruht  Wink
Ich wollte nur mal bisschen darueber plaudern was der Dalai Lama in seiner Funktion als herrschendes Staatsoberhaupt von Tibet so von Freiheit und Menschenrechten hielt - weil viele (auch hier) halten ihn fuer unterstuetzungswuerdig und legitim.

Der Dalai Lama war Kraft Amtes Head of of State (executiv/judicativ) sowie spiritueller Leader. Der jetzige Dalai Lama ist von seinen (Exil-) Aemtern zurueckgetreten - ich meine aus Altersgruenden. Er hatte in dem Zusammenhang auch gesagt das Tibet fuer ihn als solches zu China gehoere. Falls dies bindend gewesen waere dann waere die gesamt Tibet-Diskussion mittlerweile hinfaellig. 
Was allerdings fuer seinen Nachfolger in der Funktion als Dalai Lama gilt weiss ich nicht.

Nichtsdestotrotz ist die laufende Unterstuetzung fuer den Dalai Lama nach wie vor ein Posten im CIA Budget und die allgemeine Meinung geht nach wie vor davon aus dass die Chinesen das real exestierende Shangri-La unter dem Dalai Lama zerlegt und der Menschenrechte beraubt haben.

Es waere also durchaus angebracht gewesen die idealisierte Rolle des Dalai Lamas auf den Anspruch "Leuchtturm fuer die Freiheit/Menschenrechte" mal ein bisschen zu durchleuchten - aber klar, dies passt ganz offensichtlich nicht ins idealisierte Bild des Westens (des "Anti" China Establishments) und der "Free-Tibet" Fans  Irony Wink

Was die Chinesen und WW1 angeht kannst uebrigens unter Rubrik Versailler Vertrag nachlesen (Chinesen sind da ein bisschen hintergangen worden) und wie dies spaeter zu den 4ten Mai Protesten gefuehrt hat - der Bewegung in der etliche wichtige Persoenlichkeiten der spaeteren CCP zum erstem Mal zusammengefunden haben - mit den bekannten Folgen ein paar Jahre spaeter Wink
Es ist oft faszinierend wie auf den ersten Blick unabhaengige Ereignisse miteinander verflochten sein koennen  Scared
(28.05.2023, 14:04)Skeptiker schrieb: [ -> ]So einen Kompromiss mit "ein Land, zwei Systeme" gab es schon mal auf Hong Kong. Was ist draus geworden?

Kein Krieg jedenfalls.
Das ist eine Sonderverwaltungszone. Das offizielle Staatsoberhaupt ist Jingping.
Einen eigenen Haushalt haben die zwar, aber dürfen kein eigenes Militär haben. Deswegen ist es für die USA auch uninteressant.

Hong Kong ist auch eine Reise wert. Sehr geile Stadt.
(28.05.2023, 15:09)Ste Fan schrieb: [ -> ]Es ist oft faszinierend wie auf den ersten Blick unabhaengige Ereignisse miteinander verflochten sein koennen  Scared

Lange Rede, kurzer Sinn. Ich sehe keine Anhaltspunkte, wieso es für Taiwan oder den Rest der Welt jetzt unbedingt besser wäre, wenn Taiwan zu China gehörte.

(28.05.2023, 16:08)Vahana schrieb: [ -> ]Kein Krieg jedenfalls.

Das, was du nicht verstehst oder verstehen willst: Immer und sofort nachgeben ist nicht die richtige Antwort.
(30.05.2023, 18:30)Skeptiker schrieb: [ -> ]Das, was du nicht verstehst oder verstehen willst: Immer und sofort nachgeben ist nicht die richtige Antwort.

Wer sagt denn das immer sofort nachgegeben werden soll?

Die Länder sollen verhandeln und einen akzeptablen gemeinsamen Nenner finden der auch einen dauerhaften Bestand haben wird.

Es sind wahrscheinlich nur 2-3 wesentliche Punkte die Taiwan erfüllen muss um China happy zu machen, ohne das es ihnen selbst weh tut.
Und für China gilt das gleiche.
Das mit Abstand schlimmste was beiden geschehen kann ist ein Krieg. Außer für die USA, aber ich gehe davon aus das Taiwan da noch mitreden darf.

Hitler hatte vor dem zweiten Weltkrieg einen Friedenspunkteplan veröffentlicht um einen Krieg abzuwenden.
Ist das der Allgemeinheit bekannt?
Nein, es wurde später Deutschland die "alleinige Kriegsschuld" zugewiesen (Schon wieder).
Das aber von anderer Seite auf den Plan geschissen wurde hat man den Leuten nicht erzählt.

Auch als Saddam alle Pforten aufgemacht hatte und gesagt hat "Kommt und prüft", das hat den Irak auch nicht gerettet.

Zum erfolgreichen Verhandeln gehören also immer 2 Parteien die beide keinen Krieg wollen.
Sobald eine der Parteien Krieg will ist eine Verhandlung eh zwecklos und dann kann sowieso nicht soviel angeboten werden um es abzuwenden.

Das ist ein Problem für Taiwan das die USA auf jeden Fall Krieg haben wollen. Die müssen erst die Amis irgendwie aus dem Spiel raus kriegen und dann mit China reden.
Vorher macht es keinen Sinn.
(30.05.2023, 19:24)Vahana schrieb: [ -> ]Die Länder sollen verhandeln und einen akzeptablen gemeinsamen Nenner finden der auch einen dauerhaften Bestand haben wird.

Es sind wahrscheinlich nur 2-3 wesentliche Punkte die Taiwan erfüllen muss um China happy zu machen, ohne das es ihnen selbst weh tut.
Und für China gilt das gleiche.

Die USA (oder mindestens die EU) sagen doch einer Wiedervereinigung nicht im Wege stehen zu wollen, aber es soll auf diplomatischen Weg erfolgen. Es ist aber China die sich nicht hinein reden lassen wollen. Da dies z.B. enthalten würde,
nicht so wie z.B. in Hongkong/Tibet (also Widerständler einsperren, Politik und Verwaltung durch KP-Leute zu ersetzen), vorgehen zu können.

Welche 2-3 Punkte hast du denn im Sinn?
(30.05.2023, 18:30)Skeptiker schrieb: [ -> ]Lange Rede, kurzer Sinn. Ich sehe keine Anhaltspunkte, wieso es für Taiwan oder den Rest der Welt jetzt unbedingt besser wäre, wenn Taiwan zu China gehörte.
----

Also wenn das dann dein alle aufgeworfenen offenen Fragen in dieser Diskussion klaerendes Statement ist dann haettest du uns ja selbige ersparen koennen Irony
(31.05.2023, 07:18)saphir schrieb: [ -> ]Die USA (oder mindestens die EU) sagen doch einer Wiedervereinigung nicht im Wege stehen zu wollen, aber es soll auf diplomatischen Weg erfolgen.

Oh das ist ja was ganz neues.
Also wollen die Taiwan aufrüsten um dann die diplomatischen Wege zu begünstigen?
The american way.

(31.05.2023, 07:18)saphir schrieb: [ -> ]Es ist aber China die sich nicht hinein reden lassen wollen.

Was ja auch richtig ist.

(31.05.2023, 07:18)saphir schrieb: [ -> ]Welche 2-3 Punkte hast du denn im Sinn?

Die gleichen Bedingungen wie in der Sonderverwaltungszone Hong Kong.
Eingliederung des Taiwan Militärs in China und geteilte Kontrolle.
Ausweisung aller ausländischen Militärkräfte aus Taiwan.
Taiwan muss zur atomwaffenfreien Zone erklärt werden.
Aufhebung aller Sanktionen.
Außerdem müssen sich beide Staatschefs wechselseitig mindestens alle 6 Monate auf ein Tee treffen.
Bei Hongkong wurden 50 Jahre Freiheit vertraglich geregelt, drauf gepfiffen sagt Xi. So viel zu deinen angeblichen Forderungen. Alles gelogen.
Dann musst du die Verträge vielleicht nochmal durchlesen wie die "Freiheit" geregelt ist.

Wenn ARD und ZDF 100x lügen und überdramatisieren ändert sich vielleicht die Wahrnehmung der geistig behinderten Mehrheitsgesellschaft, aber die Verträge bleiben die gleichen.

Einen Vertrag zu brechen heißt nicht gleichzeitig das jemand auf dem Scheiterhaufen landet oder gevierteilt wird.
Xi wird dadurch nicht zum Untermenschen oder sowas. Die USA bekommen nicht gleich das Recht China anzugreifen.

Nein das Leben geht weiter.
Zwischen Hong Kong und China läuft es wesentlich besser als mit Taiwan und China.
Das die ARD und ZDF was anderes behaupten um die Kriegsgeilheit und China-Hass aufrecht zu erhalten ist mittlerweile auch Standard.
Oktober 2020 haben die USA nochmal Benzin ins Feuer gegossen als selbsternannte Weltpolizei. Eigentlich wären GB und HK dafür zuständig gewesen.

Meine Wunschdenken-Liste, die ich innerhalb eines Kaffees schreibe, muss nicht das rechtssichere Ultimo sein.
China und Taiwan wissen viel besser als ich was sie wollen.

Aber eines kann ich ja vorweg nehmen: Wenn sich nichts relevantes ändert in der Gesprächsführung zwischen den 3 Parteien wird es zu 100% zu einem Krieg kommen.
Nicht morgen, aber in ein paar Jahren.
So würd's wahrscheinlich auch kommen, wenn die AFD hier die Macht hätte: "Entweder ihr gebt die Demokratie auf oder wir führen Krieg gegen euch. Überlegt's euch gut, wir wollen kein Blutvergießen."