Trading-Stocks.de

Normale Version: Klimakrise - CO2 Steuer
Du siehst gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.

bloom

(07.02.2020, 11:42)saphir schrieb: [ -> ]Da bin ich sicher, dass du dich irrst. Schreib doch lieber mal über Trumps Irrsinn, bei einem Staats-Defizit die Konzern- und Spitzensteuern auch noch auf real um die 8% zu drücken. Das ist zerstörerisch. Zumindest wenn man es durchrechnet und das Ergebnis als Maß nimmt.

Wonder Das ist mir jetzt doch etwas zu deutsch. 

Bist du wirklich für eine höhere Steuer? Das kann's doch wirklich nur in Deutschland geben.

Ich bin da gänzlich anderer Meinung.
Unternehmen sollten überhaupt nicht besteuert werden, sondern nur der Endverbraucher. Weil..., das tut er ja gerade, er zahlt doch stets sämtliche kalkulatorische Kosten, also auch sämtliche vom Staat abverlangten Steuern und Abgaben.  Oder glaubst du wirklich, ein Unternehmer setzt sich hin und kalkuliert der Verkaufspreis seiner Ware und am Ende zieht er seine Börse aus der Tasche und legt generös die Steuern drauf?

Meiner Meinung nach verschleiert der Staat die wahren Steuern und Abgaben. Hier eine nicht vollständige Liste der Steuern, die der Staat erhebt.

Mehrwertsteuer, Tabaksteuer, Kraftstoffsteuer, Sektsteuer, Biersteuer, Branntweinsteuer, Kinosteuer, Glücksspielsteuer, Tanzsteuer, Kaffeesteuer, Wett- und Lotteriesteuer, Verpackungssteuer,Abgeltungssteuer, Baulandsteuer, Beförderungssteuer, Biersteuer, Börsenumsatzsteuer, Branntweinsteuer, Einkommensteuer, Erbschaftsteuer, Essigsäuresteuer, Feuerschutzsteuer, Gesellschaftsteuer, Getränkesteuer, Gewerbesteuer, Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, Hundesteuer, Hypothekengewinnabgabe, Investitionssteuer, Jagd- und Fischereisteuer, Kaffeesteuer, Kapitalertragsteuer, KFZ-Steuer, Kinosteuer, Kirchensteuer, Körperschaftsteuer, Konjunkturzuschlag, Leuchtmittelsteuer, Lohnsteuer, Lustbarkeitssteuer, Mineralölsteuer, Ökosteuer – Stromsteuer, Rennwettsteuer, Riesterrente, Salzsteuer, Schankerlaubnissteuer, Schaumweinsteuer, Schenkungsteuer, Sexsteuer, Solidaritätszuschlag, Speiseeissteuer, Spielbankabgabe, Spielkartensteuer, Stabilitätszuschlag, Süßstoffsteuer, Tabaksteuer, Tanzsteuer, Teesteuer, Tonnagesteuer, Umsatzsteuer, Vermögensabgabe, Vermögensteuer, Verpackungssteuer, Versicherungssteuer, Wechselsteuer, Wertpapiersteuer, Zuckersteuer, Zündwarensteuer und Zweitwohnungssteuer (Anzahl 58)

Dazu kommen die Zwangs-Abgaben
– Abgaben für die TV-Glotze,
für »Massen-Medien & TV« (für die Massen »Manipulation & Suggestion«)
– Krankenhaus-Abgabe bei Stationäre Behandlung (zuzüglich zu den Sozialabgaben)


Dann kommt noch der Arbeitgeberanteil hinzu, der in Wahrheit eben auch vom Angestellten bezahlt werden muss, denn das ist nichts weiter als vorenthaltener Lohn. 

Die Sparrate in Deutschland beträgt 9%, der große Rest geht fast ausschließlich an den Staat. 


Der Staat..., jeder Staat sollte sich zurücknehmen und seinen Bürgern die Freiheiten zurückgeben. 

Mr. Trump hat meine Hochachtung. Er versteht Wirtschaft und wird gewiss wiedergewählt werden. Er setzt wenigstens um, was er seinen Wählern vor der Wahl versprochen hat.  Ungleich eurer Kanzletrin, das faccia tosta hatte, den Bürgern mitzuteilen, dass selbiger nicht erwarten kann, dass die Politiker das umsetzen, was sie vor der Wahl versprochen haben.

Aber..., sie verfügt schließlich auch, dass eine rechtlich und formal einwandfreie Wahl rückgängig gemacht werden muss. 

Mir kommen dabei Margot Honnekers Worte in den Sinn, die sie in ihrem letzten Interview gesagt hat;

Ihr werdet euch alle noch wundern.

In einer derartigen, faschistoiden Parteiendiktatur möchte ich jedenfalls nicht leben.
Zitat:[l] Foto/Videoserie aus Norwegen über die Auswirkungen des Klimawandels. Nicht die zukünftigen. Die schon eingetretene https://blog.fefe.de/?ts=a0c3727c


https://www.nrk.no/chasing-climate-change-1.14859595

bloom

(09.02.2020, 12:09)Ca$hmandt schrieb: [ -> ]https://www.nrk.no/chasing-climate-change-1.14859595

Den Klimawandel zieht doch kein vernünftiger Mensch in Zweifel, er ist nur nicht menschengemacht. Es wird leider stets Koinzidenz und Kausalität verwechselt, leider absichtlich, weil zu viel Geld auf dem Spiel steht.
Und hier der Sprung in der Schallplatte:


=> eine große Menge an Naturwissenschaftlern, Mathematikern und Ing., vollkommen unabhängig ob sie im Feld der Klimaforschung arbeiten oder nicht gehen von sehr starker bis überzeugender Evidenz für den Menschen als treibende Kraft hinter dem Klimawandel aus! Sie tun das als Individuen und als Verbände (Amercian Physical Society, Royal Society of Science, American Society of Civil Engineers)

=> der Grund hierfür sind Ergebnisse der  unterschiedlichen Klima-Simulationsmodelle (global climate models or general circulation models (GCMs) und Earth-system models of intermediate complexity (EMICs)) und statistischer Modelle

=> diese Modelle haben im Median einen hervorragenden Fit in Sample (hindcast)  und auch einen beeindruckenden fit out of sample (forecast...teilweise bis zu 30 Jahre out of sample test) . Alle diese Modelle beinhalten den menschlichen CO2 Ausstoß. 

=> Wegen dieser in Summe überzeugende Prognosekraft der Modelle ist davon auszugehen das wir ein  ausreichendes Verständnis über die treibenden Kräfte des Klimawandels  haben(so genannte Forcings). Die Modelle sind strukturell den Modellen zur Wettervorhersage sehr ähnlich.  
https://www.carbonbrief.org/analysis-how...al-warming

=> es existiert KEIN Modell, das auch nur näherungsweise einen ähnlichen fit hätte, das ohne Menschlichen CO2 impact auskommt. Die "Climate Change Denial"  Front hat nur Modelle hervorgebracht, die eine starke Abkühlung in den letzten Jahren vorhergesagt haben. Ernsthafte Versuche zur Modellierung ohne menschliches CO2 sind meines Wissens in den 90ern eingestellt worden. Trotz niedriger Kosten und einfachem Zugang zu Hochleistungsrechnern (https://aws.amazon.com/de/hpc/ ). Lasse mich hier aber gerne vom Gegenteil überzeugen!!!! Bring a model!!!


=> da Maßnahmen zur Verringerung des CO2 Ausstoß eine enorme ökonomische Gefahr darstellen, insbesondere für mächtige Industriezweige mit historisch starken Lobby Verbänden , wird natürlich in inzwischen geleakten Kampagnen Stimmung gegen den wissenschaftlichen Konsens ("die Modelle sind schlecht", "keiner weiss es genau", "es ist die Sonne", "es ist kein Konsens der Wissenschaftler", "e-mail gate"). 

=> was man eben schlecht bis gar-nicht modellieren kann, sind die ökologischen und sozio-ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels. Makro-ökonomische Modellierung hat bisher quasi zero predictive power gezeigt (im Vergleich zum Beispiel zu den Klimamodellen). Empirische Ansätze wie "Attribution Science" versuchen da Abhilfe zu schaffen, stecken aber IMHO noch in den Kinderschuhen (https://en.wikipedia.org/wiki/Attributio...ate_change)  

Ich kann das verstehen: links versiffte Gören, die keinen Respekt vor dem Alter haben und von oben herab mit dem moralischen Zeigefinger wedeln UND dann auch noch zur Übertreibung und zu unwissenschaftlichen Aussagen tendieren (eben was die Auswirkungen des Klimawandels angeht), triggern die Menschen. Ändert halt nix daran, dass sie mit der Grundaussage recht haben. 

Seht es als tolle Übung, einen politischen Bias zu überwinden.  

Links zu allem gab es, in alten posts...ich will jetzt aber wieder was vernünftiges machen:). Haut rein und schönen Tag!!!! 
     

Kaietan

(09.02.2020, 21:37)bloom schrieb: [ -> ]Den Klimawandel zieht doch kein vernünftiger Mensch in Zweifel, er ist nur nicht menschengemacht. Es wird leider stets Koinzidenz und Kausalität verwechselt, leider absichtlich, weil zu viel Geld auf dem Spiel steht.
Die Behauptung, er wäre nicht menschgemacht, ist meiner Meinung nach mit den derzeitigen Daten genauso wenig beweisbar wie die Behauptung er wäre es. Es sind beides Vermutungen, in der Wissenschaft auch als Arbeitshypothese oder Working Hypothesis bezeichnet. Selbst mit dem besten Modell, das unter Umständen sogar recht genaue Vorhersagen erlaubt, wird man letztendlich bei der Komplexität der Fragestellung keinen ultimativen Beweis liefern können. Ich glaube, damit muss man sich abfinden!

Aber selbst wenn man den Zusammenhang zwischen menschlichem Handeln und der Erwärmung nicht final beweisen kann, macht die Entwicklung und Etablierung von Alternativen zu den fossilen Energieträgern dennoch viel Sinn, denn deren Vorkommen sind bekanntlich endlich.
(10.02.2020, 11:48)Kaietan schrieb: [ -> ]Die Behauptung, er wäre nicht menschgemacht, ist meiner Meinung nach mit den derzeitigen Daten genauso wenig beweisbar wie die Behauptung er wäre es. Es sind beides Vermutungen, in der Wissenschaft auch als Working Hypothesis bezeichnet.

Vielleicht sollte man einfach versuchen das Universum als Zusammenhang zu verstehen. Es gibt nichts auf der Welt das nicht von etwas anderem abhängt; nur verstehen wir diese Abhängigkeiten nicht immer. Das heisst aber nicht dass sie nicht existieren.

Der Mensch ist hier und hat damit Einfluss auf praktisch alles was passiert, inklusive dem Klima. Aber, noch zum Trost: nichts im Universum hält ewig, jedes Ding, jedes Lebewesen entsteht... und verschwindet auch wieder. Anstatt uns wie die Irren zu quälen sollten wir vielleicht besser einfach dieses Faktum akzeptieren.

Das Leben ist bizarr, manchmal absurd und lächerlich und dann geht es auch noch mit Sicherheit zu Ende. Das macht das Leben aber auch würzig und interessant, wie langweilig wäre es doch sonst.

Es gibt leider Menschen die ihre Daseinsberechtigung darin sehen anderen Menschen ihre Ideale aufzuzwingen und sie zu bestrafen falls sie sich nicht daran halten. Und dann gibt es einfach die Egoisten, die jede Situation für ihre eigenen Zwecke ausnutzen, das tun beim Klima die Politiker.

Ich lasse mir jedoch davon das Leben nicht verderben; anstatt mich über die Klimaerwärmung zu ärgern und mir Sorgen zu machen geniesse ich das Klima einfach. Gestern konnte man sich hier in der Schweiz an frühlingshaftem Wetter erfreuen und heute fegt ein Sturm über das Land. Ich schaue den Bäumen zu wie sie sich verbiegen und wie ab und zu etwas durch die Gegend fliegt... und geniesse es.

Das Leben ist schön! Ich weiss dass es irgendwann zu Ende geht und die Apokalypse mit Sicherheit kommt. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist das Leben schön.
(10.02.2020, 12:08)cubanpete schrieb: [ -> ]Anstatt uns wie die Irren zu quälen ...
Das sehe ich z.B. gar nicht. Also ich sehe nicht, wo wir uns besonders quälen. Das ist doch jammern auf sehr hohem Niveau!

Ganz im Gegenteil, die neuen Technologien führen gerade dazu dass wir uns gegenseitig weniger quälen, z.B. mit weniger Straßenlärm! Oder selbst neue Vorteile genießen, z.B. mit potentiell mehr Autarkie.
(10.02.2020, 12:27)saphir schrieb: [ -> ]Das sehe ich z.B. gar nicht. Also ich sehe nicht, wo wir uns besonders quälen. Das ist doch jammern auf sehr hohem Niveau!

Ganz im Gegenteil, die neuen Technologien führen gerade dazu dass wir uns gegenseitig weniger quälen, z.B. mit weniger Straßenlärm! Oder selbst neue Vorteile genießen, z.B. mit potentiell mehr Autarkie.

Wer jammert hier genau?

Wer sich selbst oder noch schlimmer, andere, quält weil die Existenz der Menschheit nunmal irgendwann zu Ende sein wird wegen Klimawandel oder weswegen auch immer der tut sich (oder noch schlimmer, anderen) keinen Gefallen damit.

Ich sehe dass Du rhetorische Tricks anwendest, deshalb antworte ich manchmal nicht auf Deine Beiträge. Du machst irgendeine nicht nachvollziehbare Bemerkung zu einem Teil meines Textes, verunglimpfst ihn mit abschätzigen Worten wie "jammern" und wechselst dann das Thema. Du reihst Dich damit in die Reihen der Politiker ein die allesamt ihre Rhetorik beherrschen. Ich kann den Artikel lesen wie ich will, er macht genau das Gegenteil von jammern: Tatsachen akzeptieren und sich daran freuen dass eben nicht alles so perfekt und erklärbar ist.

Ich kann mir vorstellen dass man die Klimakrise mit technologischen Mitteln verlangsamen kann. Die einzige andere Methode die funktionieren würde ist härter: eine Verringerung der Bevölkerung. Freiwilliges Sparen oder der Diebstahl den die Politiker betreiben wird hingegen nichts bringen (ausser natürlich ihnen selbst, sie können noch mehr Geld ausgeben). Dafür sind die bevölkerungsreichsten Gegenden noch zu arm, die werden erst richtig anfangen die Umwelt zu belasten wenn es ihren Ländern besser geht.

Na ja.

Das ist denke ich eine ungesunde Form des Fatalismus. Alles hat ein "Ende bloß die Wurst hat zwei" ist halt ne Einstellung die sich Leute leisten, die meist keine Kinder haben. Unter der Prämisse macht jede Sorgfalt und jede Form der Langfristplanung keinen Sinn. 
Ich sehe das auch nicht als "Qual" sondern als unsere zivilisatorische Aufgabe.  Es spricht nix dagegen das eigene Leben auch zu genießen. 

"Tatsachen akzeptieren und sich daran freuen dass eben nicht alles so perfekt und erklärbar ist."
Das verwischt zwei Dinge. 
Die Rätsel, die uns das Universum aufgibt und das Chaos, dass es zu umarmen gilt....alles gut. Bin ich großer Fan von. Ich denke dies und die Freude an der eigenen Bedeutungslosigkeit füllt bei mir die Lücke, die viele andere Menschen mit Religion füllen. Das man sich um nix kümmern sollte, kann ich daraus nicht ableiten. 

Deswegen laufe ich aber nicht über die Autobahn, um mal zu schauen was das spannende Universum so für mich bereit hält (zum Beispiel sowas wie die Fron eines  50Tonner Wink ).   

Es ist das eine sich des Vinos und der Pasta auf der Terrasse zu erfreuen....und was anderes das als quasi "von Gott/dem Universum gegeben" zu akzeptieren . "Ich weiss dass es irgendwann zu Ende geht und die Apokalypse mit Sicherheit kommt. " ist halt schon a bissel Dekadent. Unter der Prämisse kann man den Genozid Tutsi mit nem Achselzucken wegwischen. Das erscheint mir irgendwo zwischen Dekadent und Ignorant (no offense) 

Kaietan

(10.02.2020, 13:06)cubanpete schrieb: [ -> ]Wer sich selbst oder noch schlimmer, andere, quält weil die Existenz der Menschheit nunmal irgendwann zu Ende sein wird wegen Klimawandel oder weswegen auch immer der tut sich (oder noch schlimmer, anderen) keinen Gefallen damit.
Das ist eine mögliche Meinung. Eine andere ist, dass man sich das, was du zuvor geschrieben hattest (s.u.), zu Herzen nimmt uns selbst, aktiv versucht, das Schicksal zu beeinflussen. Da mag dann sehr viel fehlgeleiteter blinder Aktionismus dabei sein, aber ich kann es nachvollziehen, wenn jüngere Generationen das anstreben.
(10.02.2020, 12:08)cubanpete schrieb: [ -> ]Der Mensch ist hier und hat damit Einfluss auf praktisch alles was passiert, inklusive dem Klima.
Ich kann nicht beurteilen, wer richtig liegt. Aber sicherlich sollte man niemanden diffamieren, nur weil er eine andere Meinung hat (damit meine ich natürlich nicht dich!).

Aus "evolutionärer Sicht" sind Aktivitäten, die das Erhalten der Spezies zu sichern versuchen, nur natürlich. In diesem Sinne wäre es auch nur ein logischer Schritt, den Sprung ins All zu wagen, um unabhängige, neue Lebensräume zu erschließen. Ein Plan, der eigentlich vor etwa 50 Jahren schon wieder beerdigt wurde. Heute beschäftigen sich nicht mehr nur staatliche Einrichtungen, sondern auch Unternehmen mit diesem Thema. Eigentlich ganz spannende Zeiten, in denen wir leben!