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Normale Version: Klimakrise - CO2 Steuer
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Die „Trillion Tree Campaign“ will eine Billion Bäume pflanzen
3. Dezember 2019 von Techniker Krankenkasse Kategorien: Umweltschutz


Auf der Erde gibt es noch jede Menge Platz für Bäume – die Trillion Tree Campaign von Plant for the Planet und der UNEP will deshalb eine Billion neue Bäume pflanzen. Via App kann jeder dabei zusehen und mitmachen....



....Bäume pflanzen gegen den Klimawandel – das bringt’s
Seit Beginn der Industrialisierung gelangten weltweit 1100 Milliarden Tonnen CO2 zusätzlich in die Atmosphäre. Sie tragen dazu bei, dass die Temperatur steigt. Mit einer Billion Bäumen könnte ein Viertel dieses zusätzlichen CO2 gebunden werden. Das wäre zwar nicht die Lösung des Problems, denn die läge darin, keine fossilen Brennstoffe mehr zu verwenden. Doch mit einer Billion Bäumen zusätzlich würde die Temperatur langsamer steigen und wir hätten mehr Zeit, Lösungen zu finden.
Bäume können nur eine bestimmte Menge CO2 umwandeln. Alles was darüber hinaus durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas in Kraftwerken, Heizungen, Autos und Flugzeugen in die Atmosphäre gelangt, kann derzeit nicht abgebaut werden. Die Billionen Bäume ersetzen also nicht die in Paris vereinbarte Notwendigkeit, CO2-Emissionen zu vermeiden. Sie verschaffen uns lediglich Zeit....


...Warum Bäume pflanzen trotzdem wichtig ist
Bäume sind nicht nur CO2-Speicher. Sie sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, kühlen ihre Umgebung, dienen als Lärm- und Staubfilter. Je nach Standort übernehmen Wälder wichtige Schutzfunktionen: Weil sie große Mengen Wasser im Boden speichern können, schützen sie bei Schneeschmelze oder Dauerregen vor Hochwasser. In den Bergen schützen sie Täler vor Lawinen.
Für den Menschen ist der Wald Erholungsraum, Studien weisen darauf hin, dass Wälder eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit haben.
Wald zu schaffen ist deshalb wichtig und sinnvoll – und birgt einiges an Potential: Denn ursprünglich gab es auf der Erde fast doppelt so viel Wald wie heute. Wir müssen aber bedenken: Bäume pflanzen kann unseren verschwenderischen Lebensstil nicht kompensieren. Es ist immer nur eine von vielen Maßnahmen, die unsere Erde und das Klima schützt....

https://utopia.de/sponsored-content/tril...-pflanzen/



Ich finds gut Tup
Rangliste der Bäume nach ihrer CO2-Aufnahme

  1. Buche (Rotbuche, Hainbuche, Blutbuche), Kastanie, Kirsch, Linde
  2. Eiche, Ahorn, Esche, Ulme, Robinie
  3. Kiefer (Schwarzkiefer, Waldkiefer), Lärche
  4. Fichte, Tanne (Nordmanntanne, Weißtanne), Douglasie
Dabei nimmt eine Buche oder Kastanie im Durchschnitt doppelt so viel CO2 auf, speichert also doppelt so viel Kohlenstoff wie eine Fichte. Und ein alter, gesunder und großer Baum produziert am Tag so viel Sauerstoff, dass 10 Menschen mit Atemluft versorgt werden.



https://www.media4nature.de/welcher-baum...am-meisten



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Eine andere Sichtweise, einfach formuliert: Ein alter, gesunder und großer Baum ist problemlos in der Lage am Tag so viel Sauerstoff zu produzieren, wie 10 Menschen am Tag zum Atmen benötigen [GAR-18]. Welcher Baum nimmt am meisten CO2 auf?  Welche Baumart ist gut für das Klima? Das LWF Bayern bietet sehr aussagekräftige Tabellen für Einzelbäume und für Bestände an auf welche wir uns im nachfolgenden beziehen werden [LWF-11]. Für die vier Kategorien haben wir jeweils drei Szenarien angenommen: Baum mit 20 m Höhe (BHD 20 cm), Baum mit 30 m Höhe (BHD 35 cm) und Baum mit 40 m Höhe (BHD 45 cm). Wir beziehen uns jeweils auf Einzelbäume.

 

Für FichteNordmanntanne, Küstentanne, Weißtanne, KoreatanneDouglasie (jeweils Einzelbaum) ergeben sich näherungsweise folgende Werte:
  • Baumhöhe 20 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 20 cm: 200 bis 400 kg CO2
  • Baumhöhe 30 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 35 cm: 1.200 bis 1.800 kg CO2 (eher unteres Ende der Spanne)
  • Baumhöhe 40 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 55 cm: 3.500 bis 5.000 kg CO2 (eher unteres Ende der Spanne)
 

Für Schwarzkiefer, Waldkiefer, Lärche (jeweils Einzelbaum) ergeben sich näherungsweise folgende Werte:
  • Baumhöhe 20 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 20 cm: 200 bis 400 kg CO2 (eher oberes Ende der Spanne)
  • Baumhöhe 30 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 35 cm: 1.300 bis 2.100 kg CO2
  • Baumhöhe 40 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 55 cm: 4.200 bis 5.700 kg CO2
 

Für Rotbuche, Blutbuche, Hainbuche, Kirsche, Linde, Kastanie (jeweils Einzelbaum) ergeben sich näherungsweise folgende Werte:
  • Baumhöhe 20 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 20 cm: 400 bis 800 kg CO2 (eher unteres Ende der Spanne)
  • Baumhöhe 30 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 35 cm: 1.500 bis 2.500 kg CO2
  • Baumhöhe 40 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 55 cm: 6.000 bis 8.000 kg CO2 (eher unteres Ende der Spanne)
 

Für Eiche, Bergahorn, Esche, Ulme, Robinie (jeweils Einzelbaum) ergeben sich näherungsweise folgende Werte:
  • Baumhöhe 20 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 20 cm: 400 bis 800 kg CO2 (eher unteres Ende der Spanne)
  • Baumhöhe 30 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 35 cm: 1.300 bis 2.000 kg CO2
  • Baumhöhe 40 m und Brusthöhendurchmesser (Durchmesser auf 1,3 m Höhe) 55 cm: 5.000 bis 7.300 kg CO2
https://www.cermeter-pflanzen.de/2018/12...-baum-auf/


Frage ist halt ob angesichts der Klimaerwärmung überhaupt genug Wasser vorhanden ist damit Bäume wachsen können-
Problem ist auch das durch die Klimaerwärmung abgesehen von Extremwetterlagen auch Schädlinge, Pilze, Viren den
Bäumen zu schaffen machen - das wird sich logischerweise auch auf neu angelegte Wälder auswirken.
Vor allem wenn es keine Mischwälder sind.

Aber wie immer gilt auch hier -> besser als nix tun  Tup

Fundamentalist

Tup
Jo über deutsche Hözer gibts ganz gute Zahlen!
So und jetzt bedenkst du noch, dass es sich hier um deutsche Hölzer handelt, die ihren Kohlenstoff zum großen Anteil in den Monaten von April bis Oktober absorbieren.

Im Gegensatz dazu können die Bäume in den Tropen aufgrund der Temperaturen dort das ganze Jahr über Kohlenstoff einlagern.(soweit man sie nicht auf Dauer abholzt). Wink
Sollte man nicht Palmen pflanzen wenn es immer wärmer wird?
Wenn der Supersommer schon Probleme für unsere Bäume bedeutet, wie soll es erst werden wenn es richtig warm wird?

Die nächsten Bäume, die ich pflanze, sind drei winterharte Hanfpalmen. Die können -15° vertragen.
Bei uns machen die Nadelbäume auch gerade die "Biege". Also die gehen ein, wohl wegen dem Klimawandel. Eventuell auch wegen Schadstoffen in der Luft. Ich bin auch kein großer Fan. Aber sie gehören zu uns und unserer Landschaft.

Ich gebe aber wegen der CO2-Aufnahme noch etwas zu bedenken: Das CO2 wird in der Baummasse gebunden.  Entscheidend ist also nicht wie viel ein einzelner Baum an CO2 aufnimmt, sondern wie schnell er wächst bzw. wie viel Masse er dabei zulegt. Trotzdem liegt die Fichte da eher hinten. Das war nur der Vollständigkeit halber. Tropische Wälder wachsen übrigens viel schneller, binden also üblicherweise mehr CO2 als deutsche Wälder.


Moore bestehen übrigens weitestgehend aus Kohlenstoff. Inwiefern Fichtenmoorwälder dann mehr CO2 binden wäre auch interessant. Mittlerweile gibt es leider kaum noch Fichtenmoorwälder. Sie unterliegen deshalb vollständig dem Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Auch wenn Herr Fundamentalist wieder mal ausgrenzen will. Und er sie für "falsche" Bäume hält. Da darf Herr Fundamentalist nicht ran!

[Bild: S_Slobodda_Fichtenmoorwald_413.jpg]
(08.12.2019, 19:54)Auge schrieb: [ -> ]Sollte man nicht Palmen pflanzen wenn es immer wärmer wird?
Wenn der Supersommer schon Probleme für unsere Bäume bedeutet, wie soll es erst werden wenn es richtig warm wird?

Die nächsten Bäume, die ich pflanze, sind drei winterharte Hanfpalmen. Die können -15° vertragen.


Wie wäre es denn mit Bambus? Durch das schnelle Wachstum nimmt Bambus sehr viel schneller und mehr CO2 auf als andere Bäume.
Dann ist der auch noch vielseitig verwendbar. 


Weil Bambus extrem schnell wächst, können jährlich große Mengen gefällt werden ohne den Bestand zu gefährden. Viele Bambusarten haben großflächige Wurzelsysteme, aus denen ständig neue Pflanzen nachwachsen. Daher stirbt durch das Fällen eines Bambushalms nicht die ganze Pflanze – wie es bei Bäumen der Fall ist. Das schnelle Wachstum bedeutet außerdem, dass Bambus im Vergleich mit Bäumen extrem viel CO2 speichern kann.
Beim Anbau werden kaum Düngemittel, Pestizide oder künstliche Bewässerungsmethoden eingesetzt, da die Pflanzen äußerst widerstandsfähig sind. Die unmittelbaren Auswirkungen des Bambusanbaus auf die Umwelt sind daher vergleichsweise gering.
Die Holz-Industrie schwärmt zudem von den Materialeigenschaften des Bambus: Weil das Holz sehr hart und dicht ist, lassen sich robuste, langlebige Möbel und Bodenbeläge aus Bambus fertigen. Gleichzeitig ist es leicht und flexibel und eignet sich beispielweise auch als Baumaterial, als Verkleidungen für Elektrogeräte und sogar als Fahrradrahmen.

https://utopia.de/ratgeber/wie-gruen-ist-bambus/


Ist nur die Frage ob der bei uns wächst... Wonder
Wir haben drei Bambusbüsche. Den kann man sogar im Herbst pflanzen. Nahezu unkaputtbar.
Unser 50kg Hund striegelt sich selbst darin. Kein Problem.
In unserem vorherigen Garten hatte wir einen Bambus, der konnte, wenn er gut gelaunt war, 50cm über Nacht wachsen.
So so, der Markt kann es also nicht regeln. Wer denn sonst? Die Politiker etwa? Nein, ich bleibe dabei, wenn die Folgeschäden mit entsprechenden Reparaturen vergütet werden müssen gibt es eine Chance das (und eigentlich alles) in den Griff zu bekommen.

Wenn man aber ein Lobbyist einen Politiker bitten kann etwas billigere Zertifikate für die eigene Industrie herauszugeben, wo soll hier der Nutzen sein?

Technokraten, Wissenschaftler müssten für die genaue Definition der Regeln für weltweit gültige Zertifikate zuständig sein, nicht Politiker. Die verhalten sich eh wie ein Blatt im Wind, plötzlich sind alle grün. Aber in Tat und Wahrheit wittern sie nur Geld...viel Geld.
(08.12.2019, 21:26)cubanpete schrieb: [ -> ]wenn die Folgeschäden mit entsprechenden Reparaturen vergütet werden müssen gibt es eine Chance das (und eigentlich alles) in den Griff zu bekommen.

Wie soll das funktionieren? Was sind Folgeschäden? Hochwasser, Sturm, Hagel, Lungenkranke, Baumkrankheiten, Dürre, Wassermangel, Ernteausfälle,
Korallensterben, ........ wenn die Temperaturen steigen - mit allen Folgen - werden entsprechend abhängige Pflanzen und Tiere aussterben,
was dazu führt das von diesen abhängige Tiere und Pflanzen ebenfalls aussterben, usw. usf. Die Dominoeffekte könnten gravierender sein als es heute
absehbar ist. Wenn jemand sagt das man das Geld lieber für die Folgeschäden sparen sollte anstatt es in die Zukunft zu investieren hat er noch nicht
verstanden was da auf uns zukommt. Ich behaupte das alles Geld der Welt nicht reichen wird um das zu "reparieren". Vieles wird sich auch nicht
reparieren lassen. Oder wie soll Geld das Korallensterben verhindern? Vor allem wenn die erstmal weg sind wird sich das auf die Meeres-Flora und -Fauna
auswirken. Dominoeffekt... Wie sollen diese Folgeschäden zugeordnet werden? Wie sollen diese "repariert" werden? Was macht der Markt heute? Bestenfalls Greenwashing - was nichts anderes ist als ein Marketinginstrument.

Hab noch nirgends gehört oder gesehen das irgendjemand "hier" gerufen hat um die Verantwortung zu übernehmen. Im Gegenteil.
Jede Schuld wird abgestritten. Am liebsten noch mit dem Argument - wir haben uns entsprechend den gesetzlichen Rahmenbedingungen
verhalten.

Der Markt regelt sich selbst? Die Schnellen fressen die Langsamen, die Großen fressen die Kleinen. Billig verkauft sich besser/schneller als teuer. 
Am Ende setzt sich der (auf welche Weise auch immer) Stärkere durch. Aber nicht der Bessere oder Nachhaltigere.

Die Politik muss den Rahmen vorgeben. Danach kann der Markt sich selbst regeln. Aber solange die Politik das tut was die Lobbyisten verlangen
oder das tut was am Ende am meisten Geld (Umsatz, Steuern) einbringt ist das einfach nur sinnlos.
Gut, Einverstanden, Folgeschäden war nicht das richtige Wort.

Im übrigen verwechselst Du glaube ich Markt mit Kapitalismus. Der Markt regelt den Preis, das ist seine Aufgabe. Und da gibt es heute eben keinen Markt so lange sich niemand um (und hier ist das Wort wohl korrekt) die Folgeschäden kümmern muss.

In der Schweiz gibt es (oder gab es) ein Gesetz das Dich verpflichtete für jeden gefällten Baum wieder einen Baum zu pflanzen. Dieses Gesetz gibt es anscheinend seit 1876 und es wird weitgehend eingehalten, jedenfalls von den Waldbesitzern.

Nur, was ist die Schweiz schon mehr als ein Fliegendreck auf der Weltkarte.

Im übrigen muss man doch auch das positive sehen: es wird wärmer auf der Welt und damit brauchen wir weniger Heizöl...  Irony