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Angeblich kann man den inneren Wert von BITCOIN ausrechnen, mit Hilfe von Energieverbrauch.
Kann jemand den Zusammenhang kurz erklären?.
Ist dieser Indikator verlässig.?
Danke.

Laut Chart ist Bitcoin jetzt überbewertet.


[Bild: kjKhkF1D]
(24.11.2020, 14:57)qqq4 schrieb: [ -> ]Angeblich kann man den inneren Wert von BITCOIN ausrechnen, mit Hilfe von Energieverbrauch.
Kann jemand den Zusammenhang kurz erklären?.
Ist dieser Indikator verlässig.?
Danke.

Laut Chart ist Bitcoin jetzt überbewertet.

Für das "Mining" eines Bitcoin is es notwendig, Rechenoperationen durchzuführen. Dabei werden keine komplizierten Formeln gelöst, sondern Hashwerte erzeugt (vereinfacht gesehen zufällige Ausgaben zu definierten Eingaben gewürfelt). Wenn ein erzeugter Hashwert (also die erzeugte Zufallszahl) unter einer festgelegten Grenze liegt, hast du das Rätsel gelöst und erhältst als Belohnung deine Bitcoins.
Diese Grenze wird anhand der Menge an beteiligter Rechenpower verschoben (alle 2056 Blöcke glaube ich), also immer wieder an die Leistung des Netzwerks angepasst. Ziel ist es, dass etwa alle 10 Minuten ein korrekter Hashwert geraten wird.
Über das Gesetz großer Zahlen kannst du jetzt abschätzen, wie lange die beteiligten Computer brauchen um einen Hashwert unter der Grenze zu erraten und wie viel Energie dafür vermutlich drauf geht.

In etwa verständlich?



Ist der Wert eines Bitcoin jetzt also über der benötigten Rechenpower, werden viele Miner es als lohnenswert erachten, noch mehr Rechenpower einzubringen und Bitcoins für den Verkauf zu produzieren. Fällt der Wert unter die Grenze, so werden sich Miner ausklinken, für die es unrentabel ist und weniger Rechenpower zur Verfügung gestellt.
Da weniger Rechner an der Lotterie der Hashes teilnehmen, passt sich die Schwierigkeit der auslosung nach einer Zeit an, sodass die Miner leichter und schneller zu ihrer Belohnung kommen (Es muss also weniger Energie reingesteckt werden um die Belohnung zu kriegen) und das System wird wieder für einige profitabel.
Entweder steigt also der Preis oder die Schwierigkeit sinkt, um es für eine größere Gruppe an Minern spannend zu machen.
(24.11.2020, 14:36)SimpleSwing schrieb: [ -> ]Das stimmt aber ja nur in einem Zeitfenster weit über unsere Generation hinaus. Bis 2140 hat Bitcoin ja eine Inflation, wenn  auch eine geringer werdende.
Im Moment sind es (für die nachsten 4 Jahre) 1.81%

Was das Aufbewahren anbetrifft, ist das eben das Problem. Was kaufen?
Bitcoin hat den Vorteil, dass es eben eine geringe Inflation hat und die Menge nicht über das Ziel ausgeweitet werden kann.
Kaufst du dir Gold, dann musst du es bewegen können und da liegt die Schwierigkeit.
Immobilien, ja wenn man sich "viele" leisten kann.
Wenn man sich nur eine leisten kann, wo kauft man die, wenn Steuern oder das wirtschaftliche Umfeld sich so verändern, dass man lieber wo anders wäre. In Aktien, muss man, wie wir im anderen Thread lesen, vorsichtig sein, wo man sie kauft, damit sie einem auch 100% gehören und nicht plötzlich "weg" sind.
Wohnst du nur zur Miete und reist von Land zu Land, dann kannst du das Geld aber auch nicht auf nem Konto in cash liegen haben, weil das bei einer stärkeren Inflation nicht positiv ausgeht. Gold geht da wieder nicht, weil du dich blöd schleppst, es immer am Flughafen angeben müsstest und die Sicherheit ein Aspekt ist.

Wenn Unternehmen wie Paypal die Aufladung durch Bitcoin erlauben, dann kannst du weltweit damit zahlen, du kannst es ohne das jemand davon weiß transportieren und es liegt in einem Bereich ausserhalb des Geldsystems und hat eine vorbestimmte Inflation.
Nachteil ist das Risiko der Codesicherheit und die Volatilität. Wenn du gerade was kaufen musst, wenn Bitcoin wieder in einer 80% Korrektur steckt ist das auch suboptimal.

was spricht gegen die Wallet auf der Bitpanda App
mußt nicht 100% der CC dort haben nur für den "Tageseinkauf" sozusagen
(24.11.2020, 14:57)qqqq4 schrieb: [ -> ]Angeblich kann man den inneren Wert von BITCOIN ausrechnen, mit Hilfe von Energieverbrauch.
Kann jemand den Zusammenhang kurz erklären?.
Ist dieser Indikator verlässig.?
Danke.

Laut Chart ist Bitcoin jetzt überbewertet.

Das wäre als wenn man den Wert von Geld in Aufwand misst es zu verbuchen.

Umgekehrt stimmt es eher: wenn die Energiekosten lokal niedriger sind als der Wert von Bitcoin so lohnt sich das mining. Es gibt wohl viele Miner die eine Art Automatik benutzen und aufhören zu minen wenn die Energiekosten höher sind als der Wert der geminten Bitcoins. Je mehr miner aber aufhören desto weniger Energie braucht es zum minen weil das "Rätsel" einfacher gemacht wird. Es wird immer so schwierig gemacht dass es ungefähr 10 Minuten dauert einen Block zu minen.

Ein Buchhalter wird aufhören zu arbeiten wenn die Tinte für seine Buchungen teurer ist als sein Lohn...
(24.11.2020, 16:03)cubanpete schrieb: [ -> ]Das wäre als wenn man den Wert von Geld in Aufwand misst es zu verbuchen.

Nicht 100%ig mMn.

Sollte der Bitcoin eine gewisse Stabilität erreichen (Aufgrund großer Verbreitung und Nutzung), ist die Existenz des Bitcoin der sichere Beweis dafür, dass eine bestimmte Menge Energie aufgewandt wurde um diesen zu produzieren. 
Bei Gold verhält es sich ganz ähnlich. Ist der Goldpreis hoch, lohnt es sich, teure Erforschung und Gewinnung zu rechtfertigen, es werden also einige neue Schürfer dazukommen und nach Gold suchen. Habe ich ein Stück Gold in der Hand weiß ich aber auch, dass die Herstellung und das Auffinden des Rohstoffs aufwändig und teuer war. Das macht sicher einen Teil des Wertes aus.

In der Theorie ist es ein Merkmal von Geld, dass der Tauschgegenstand nicht leicht fälschbar oder kopierbar ist. Bei Gold, Geld und Bitcoin trifft genau das zu. Achtung: Bei Geld nur für den Anwender, für Institutionen wie die Notenbanken gilt das Merkmal hier natürlich nicht.

Das Verbuchen von Geld ist absolut kein Nachweis für irgendeinen Aufwand und beliebig reproduzierbar. Das Erschaffen von Geld ist ein Knopfdruck, mehr nicht.

Honnete

Kann man im Blick halten, mehr nicht.

https://digiconomist.net/bitcoin-energy-consumption/
(24.11.2020, 16:17)mmmmmax schrieb: [ -> ]Nicht 100%ig mMn.

Sollte der Bitcoin eine gewisse Stabilität erreichen (Aufgrund großer Verbreitung und Nutzung), ist die Existenz des Bitcoin der sichere Beweis dafür, dass eine bestimmte Menge Energie aufgewandt wurde um diesen zu produzieren. 
Bei Gold verhält es sich ganz ähnlich. Ist der Goldpreis hoch, lohnt es sich, teure Erforschung und Gewinnung zu rechtfertigen, es werden also einige neue Schürfer dazukommen und nach Gold suchen. Habe ich ein Stück Gold in der Hand weiß ich aber auch, dass die Herstellung und das Auffinden des Rohstoffs aufwändig und teuer war. Das macht sicher einen Teil des Wertes aus.

In der Theorie ist es ein Merkmal von Geld, dass der Tauschgegenstand nicht leicht fälschbar oder kopierbar ist. Bei Gold, Geld und Bitcoin trifft genau das zu. Achtung: Bei Geld nur für den Anwender, für Institutionen wie die Notenbanken gilt das Merkmal hier natürlich nicht.

Das Verbuchen von Geld ist absolut kein Nachweis für irgendeinen Aufwand und beliebig reproduzierbar. Das Erschaffen von Geld ist ein Knopfdruck, mehr nicht.

Nein, Bitcoin werden geschaffen aus dem Nichts um die Buchhalter zu entschädigen. Und zwar immer weniger bis dann die Buchhalter gar nicht mehr über Geldschöpfung entschädigt werden sondern über Gebühren.

Das ist in meinen Augen eine der interessantesten Aspekte von Bitcoin: sie werden geschaffen um die Verbuchung von Transaktionen zu entschädigen. Notenbank Geld hingegen wird über Schulden geschaffen und die Buchhaltung wird nur über Gebühren finanziert.
19,3K Tup

The leading cryptocurrency is now within sight of its all-time high of $19,783 reached on Dec. 17, 2017.
(24.11.2020, 14:36)SimpleSwing schrieb: [ -> ]Das stimmt aber ja nur in einem Zeitfenster weit über unsere Generation hinaus. Bis 2140 hat Bitcoin ja eine Inflation, wenn  auch eine geringer werdende.
Im Moment sind es (für die nachsten 4 Jahre) 1.81%

Was das Aufbewahren anbetrifft, ist das eben das Problem. Was kaufen?
Bitcoin hat den Vorteil, dass es eben eine geringe Inflation hat und die Menge nicht über das Ziel ausgeweitet werden kann.
Kaufst du dir Gold, dann musst du es bewegen können und da liegt die Schwierigkeit.
Immobilien, ja wenn man sich "viele" leisten kann.
Wenn man sich nur eine leisten kann, wo kauft man die, wenn Steuern oder das wirtschaftliche Umfeld sich so verändern, dass man lieber wo anders wäre. In Aktien, muss man, wie wir im anderen Thread lesen, vorsichtig sein, wo man sie kauft, damit sie einem auch 100% gehören und nicht plötzlich "weg" sind.
Wohnst du nur zur Miete und reist von Land zu Land, dann kannst du das Geld aber auch nicht auf nem Konto in cash liegen haben, weil das bei einer stärkeren Inflation nicht positiv ausgeht. Gold geht da wieder nicht, weil du dich blöd schleppst, es immer am Flughafen angeben müsstest und die Sicherheit ein Aspekt ist.

Wenn Unternehmen wie Paypal die Aufladung durch Bitcoin erlauben, dann kannst du weltweit damit zahlen, du kannst es ohne das jemand davon weiß transportieren und es liegt in einem Bereich ausserhalb des Geldsystems und hat eine vorbestimmte Inflation.
Nachteil ist das Risiko der Codesicherheit und die Volatilität. Wenn du gerade was kaufen musst, wenn Bitcoin wieder in einer 80% Korrektur steckt ist das auch suboptimal.

GOLDERSATZ meinen auch die, mit Geld in der Tüte Tup 

On Friday, Rick Rieder, chief investment officer at BlackRock, the world’s largest asset manager,
said on CNBC bitcoin could take the place of gold to a large extent because crypto is
“so much more functional than passing a bar of gold around.”
(24.11.2020, 15:52)mmmmmax schrieb: [ -> ]Ist der Wert eines Bitcoin jetzt also über der benötigten Rechenpower, werden viele Miner es als lohnenswert erachten, noch mehr Rechenpower einzubringen und Bitcoins für den Verkauf zu produzieren. Fällt der Wert unter die Grenze, so werden sich Miner ausklinken, für die es unrentabel ist und weniger Rechenpower zur Verfügung gestellt.
Ich habe nur das verstanden. 
Für einen Trader wie mich, reicht diese Information schon aus.   Wink

Danke.