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(11.11.2021, 17:42)SimpleSwing schrieb: [ -> ]Knappheit bei Bitcoin im Jahr zu Jahr-Vergleich nimmt zu, wobei wir ja immer noch eine Inflation (wenn auch geringer werdend) bis ins Jahr 2140 haben.
Das sollte genug Spielraum sein, um noch das eine oder andere Wirtschaftsmodell zu probieren   Biggrin

Und der Kurs von Bitcoin in USD wird ja nicht nur von der Inflation von Fiat geschoben sondern zB davon, dass die jüngere Generation zB vererbte Goldbestände in Bitcoin tauschen könnte, weil sie mit einem digitalen Äquivalent eher "zurecht kommen"

Ohne Inflation kein Wachstum ist im gewissen Sinne zwar richtig aber es gilt auch:
Mit begrenzten Ressourcen (auf der Erde) kein unbegrenztes Wachstum. Insofern brauchen wir ein moderates Wachstum.

danach kommt "Soylent Green" zwar aus 1973, jedoch.....ein Blick in die Zukunft.
Jetzt wird es vielleicht spannend: China hat keine Kohle mehr! Es wird Engpässe für viele Produkte geben die jetzt nicht mehr hergestellt werden können.

Nur die Bitcoin Miner die wohl nicht nur legal ganze Kohlekraftwerke betreiben werden vielleicht weiter machen... vielleicht auch nicht. Kommt ganz drauf an was die "Investoren" in Bitcoin machen werden. Sind ja alles ruhige Hände die sich nie von so etwas beeinflussen lassen. Da die Kosten für das Mining direkt vom Preis von Bitcoin abhängen dürfte die Energiekrise also weiter gehen so lange Bitcoin so teuer ist.

https://www.wsj.com/articles/chinas-coal...1636635601
Eine wirklich spannende Entwicklung. Wenn man sich vor Augen führt, wie wichtig die Miner sind, dann erkennt man schnell, welche Tragweite das haben könnte.
(12.11.2021, 19:17)Skeptiker schrieb: [ -> ]Eine wirklich spannende Entwicklung. Wenn man sich vor Augen führt, wie wichtig die Miner sind, dann erkennt man schnell, welche Tragweite das haben könnte.

Wichtig? Die Miner sind Buchhalter und warum sollte man Millionen von ihnen brauchen die auch noch so viel Energie wie ein mittelgrosses Land konsumieren nur um ein einfaches Kontobuch zu führen?

Das einzige Szenarium in dem der Energieverbrauch für Bitcoin fällt ist dass der Preis von Bitcoin fällt.
Kann den Artikel nicht lesen und möchte mich dafür nicht dort anmelden.
Aus Deiner Zusammenfassung verstehe ich nicht:
WELCHE Miner in China?!
Sind doch alle nicht mehr da.
USA haben DANKE gesagt für das Verbot und sind nun global miningführend.
China? Die sind doch raus aus dem Bitcoin Mining nach dem Crackdown

https://www.statista.com/chart/25969/bit...y-country/

[Bild: 25969.jpeg]




Wenn du hier den Chart auf 3 Jahre einstellst, siehst du den Verlust an Hashrate im Mai/Juni durch den China-Ausstieg

https://www.coinwarz.com/mining/bitcoin/hashrate-chart
Ach, ich dachte das wäre Paraguay oder Buenos Aires wegen günstigem und subventioniertem Strom.

Ich kann mir zwar vorstellen dass das Verbot in China wirklich funktioniert hat, aber warum haben sie denn immer noch zu wenig Kohle für ihre Elektrizität? Die miner waren ja schon vor dem Verbot mehrheitlich illegale Strombezüger, vielleicht sind sie es ja einfach weiterhin. Manch ein Parteibonze dürfte da wohl auch die Hand aufhalten...

Die IP Adresse als Beleg dafür dass jetzt 0% in China gemint wird? Die halten die chinesischen miner aber für sehr blöd...

Wenn das aber stimmt dann müssten die mining Kosten ja extrem gesunken sein. Ist das wirklich so?
(12.11.2021, 19:56)cubanpete schrieb: [ -> ]Ach, ich dachte das wäre Paraguay oder Buenos Aires wegen günstigem und subventioniertem Strom.

Ich kann mir zwar vorstellen dass das Verbot in China wirklich funktioniert hat, aber warum haben sie denn immer noch zu wenig Kohle für ihre Elektrizität? Die miner waren ja schon vor dem Verbot mehrheitlich illegale Strombezüger, vielleicht sind sie es ja einfach weiterhin. Manch ein Parteibonze dürfte da wohl auch die Hand aufhalten...

Die IP Adresse als Beleg dafür dass jetzt 0% in China gemint wird? Die halten die chinesischen miner aber für sehr blöd...

Wenn das aber stimmt dann müssten die mining Kosten ja extrem gesunken sein. Ist das wirklich so?

Ja, siehe Hashrate Chart in meinem vorherigen Beitrag.
Die Difficulty Rate ist mit der Abschaltung der Miner in China und der daraus resultierenden drastischen Verringerung der Hashrate gefallen.
Das ist ja das schöne am Bitcoin Netzwerk, du musst niemanden für dumm oder schlau halten, du siehst genau was passiert, wenn hunderte Miner abgeschaltet werden.
Diese wurden dann in andere Länder (Kasachstan und USA) "verlegt". Transport und Installation haben ein paar Wochen benötigt.
Mittlerweile ist die Hashrate wieder zurück dort, wo sie vor dem Abschalten der chinesischen Miner war und die Difficulty Rate hat 8 Heraufstufungen in Folge erfahren.

Irgendwas anderes "passiert" in China. Entweder werden dort Großunternehmen zerschlagen (siehe Alibaba und Konsorten) und daraus resultiert etwas Chaos in verschiedenen Geschäftsbereichen. Oder man stellt das nur so dar hat aber die Verknappung der Güter in der restlichen Welt als Ziel, um dort Unruhe entstehen zu lassen.

Für Bitcoin war das ein schönes Testfeld, haben doch die Kritiker immer wieder gesagt:" China hat zu viel Power, wenn die mal gehen dann bricht alles zusammen".
Nun China ist gegangen, es gab einen kurzen Dip und dann hat der Markt das ganze wieder aufgefangen, jetzt verdienen andere Unternehmen in anderen Ländern das Geld.
Bitcoin Blockchain läuft unbeeindruckt davon weiter.
Vorgestern ist auf Finanzen.net der Artikel "Studie offenbart hohe Machtkonzentration bei Bitcoin-Netzwerk" rausgekommen. Darin geht es um eine Studie einer Organisation namens "National Bureau of Economic Research", anders als der Name suggeriert ("national" klingt ja immer nach offiziellen) keine staatliche, sondern eine private Organisation. Laut Wikipedia einer der einflussreichsten Think Tanks und mit einigen Nobelpreisträgern als Mitgliedern.
"Eine Studie des National Bureau of Economic Research (NBER), die im Oktober 2021 veröffentlicht wurde, hat die Transaktionen sowie die Besitzverhältnisse im Bitcoin-Netzwerk näher untersucht."

Das ist also das, worum es ging. Zu welche Ergebnis kam das Büro bei seiner Untersuchung?
"Ende 2020 hielten diverse Börsen über 5,5 Millionen Bitcoin, was etwa einem Drittel der damaligen Gesamtmenge entsprach. Zum gleichen Zeitpunkt verfügten alle Einzelinvestoren zusammen über 8,5 Millionen Bitcoin und damit über die Hälfte der damaligen Gesamtmenge an Bitcoin. 1.000 Personen oder Firmen hielten insgesamt drei Millionen Bitcoin mit einem Volumen von 175 Milliarden US-Dollar.[...]50 Prozent der Adressen verfügen über 0,02 Prozent des gesamten Bitcoin-Bestandes."

Das Büro sieht die hohe Konzentration von Bitcoins aber nicht als Gerechtigkeits- oder Verteilungsproblem, sondern als Sicherheitsrisiko:
"Dies zeigt sich besonders im Mining-Sektor. Der Studie zufolge sollen 50 Anleger allein die Hälfte der Mining-Kapazitäten kontrollieren. Die obersten zehn Prozent der Mining-Farmen halten sogar 90 Prozent der Kapazitäten in ihren Händen.

Eine vergleichbare Argumentation, sogar mit analogen technischen Hintergrund, kennen wir vom tor-Netzwerk. Auch dort stellt es eine Gefahr dar, wenn zu viele tor-Knoten im Besitz einer einzelnen Organisation sind oder von einzelnen Leuten gesteuert werden.

Ab hier, Kommentar:
Für mich gibt es gute Gründe, wieso man erstens nicht einseitig auf Bitcoin setzen, sondern auch anderen Kryptos eine Chance geben sollte, und zweitens eine Machtkonzentration bei den Bitcoins verhindern sollte.
Der Blockchange ist nur dann absolut fälschungssicher, wenn keine einzelne Institution ihn zu stark kontrollieren kann. Sonst besteht die Gefahr, dass Bitcoin-Transaktionen schlicht gefälscht werden.

Aus Sicht eines (zweck-)rationalen Egoisten kann es damit sogar Gründe geben, gegen Bitcoin zu sein. Und zwar, wenn er damit einem Kartell in die Hände spielt, welches im Ergebnis schlimmer als die bestehenden Staaten und ihre Geldmonopol ist.

Ventura

BTC