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Eine grobe Marktbewertung.

Vor dem Bear-Market war der Markt ca. 45 "überbewertet".
BeimTiefpunkt im März war der Markt 14% "unterbewertet.
Aktuell ist der Markt ca. 14 % überbewertet.
Ab ca. 60% ist das Marktrisiko  sehr hoch.
(04.06.2020, 12:39)qqqq4 schrieb: [ -> ]---
Eine grobe Marktbewertung.

Vor dem Bear-Market war der Markt ca. 45 "überbewertet".
BeimTiefpunkt im März war der Markt 14% "unterbewertet.
Aktuell ist der Markt ca. 14 % überbewertet.
Ab ca. 60% ist das Marktrisiko  sehr hoch.

Problem ist - wenn du die Diskussion ueber Geldpolitik im Hinterkopf behaeltst - dass die normalen (auf Erfahrungswerten) basierenden Bewertungskriterien bei dieser Geldschwaemme doch limitierte Aussagekraft haben.

Glaubst du z.B. an Inflation kannst ja mal den Index von Venezuela anschauen - da helfen Bewertungen nicht wirklich weiter Irony
(04.06.2020, 12:54)Ste Fan schrieb: [ -> ]Glaubst du z.B. an Inflation kannst ja mal den Index von Venezuela anschauen - da helfen Bewertungen nicht wirklich weiter Irony
In diesem Fall hilft nur noch die Strategie von Cubanpete, max. Kredite aufnehmen Smile
(04.06.2020, 13:23)qqqq4 schrieb: [ -> ]In diesem Fall hilft nur noch die Strategie von Cubanpete, max. Kredite aufnehmen Smile

Ist halt auch so ne Sache, da gehts ja hauptsaechlich um Dividenden - Wenn man bei solchen Ansaetzen mal Total Return/maxDD betrachtet kann man auch zu einem anderen Schluss kommen Wink

Bei den Bewertungen ist das Problem - mmn - dass diese zwar ihre Berechtigung in "normalen" Zeiten haben, aber wenn die Liquiditaetspumpe angeht andere Faktoren dominieren.
Wenn es anläuft und man die Situation einigermassen korrekt eingeschätzt hat so kann man schön verdienen. Man braucht nicht mal ein genaues Timing, was sowieso unmöglich ist.

2017 war Venezuela Mercantil die wertvollste Firma der Welt, hatte Google und Apple überholt. Allerdings nur zum offiziellen Wechselkurs des Bolivars, an dem seit da laufend Nullen gestrichen werden...  Bang

Inflation hat immer mit der Geldpolitik zu tun. Mehr Geld heisst früher oder später höhere Preise. Nur weiss man nicht unbedingt genau wovon, wo das Geld hin fliesst. Bei der Finanzkrise war es mehr Asset Inflation die seit da anhält, Aktien und Immobilien wurden teurer. Jetzt aber wo das Geld förmlich vom Himmel regnet dürfte alles betroffen sein.

Ventura

Wir sind am Top...

Ex-Enron CEO Skilling Raises Funds for Energy Marketplace

https://www.thestreet.com/investing/ex-e...arketplace
Die v-förmige Erholung hat stattgefunden.
Weitere Kurserholung bis Jahresende ist deshalb zu rechnen, wie man der Statistik entnehmen kann.

[Bild: SP-500-and-Largest-50-Day-Gains-Ever-Gre...han-20.png]


Und die Mehrheit liegt schon wieder falsch.

[Bild: BofA-Bull-Bear-Indicator.png]



Es sieht so aus, dass der nächte gute Einstieg bei ca. 3000 (SPX500)  ist, wenn der Markt kurzfr. korrigiert.
Ich stelle mich auch darauf ein.

[Bild: SP-500-and-of-Stocks-at-20-Day-High.jpg]

F.I.A.S.C.O.

nachdem die Geldpolitik die grössten Feuer gelöscht hat, erwachen die 2 sich selbst erfüllenden Prophezeiungen "There Is No Alternative"(TINA) und "Fear Of Missing Out" (FOMO) zu neuem Leben.
Denn die Aktienquote instit. Anleger sind zu tief, um ihre Renditeziele zu erreichen.

Gleichzeitig bilden anhaltende Fiskaltransfers die Absicherung, dass der wirtschaft nicht der Boden wegbricht.

So stellt z.B. das amerik. "CARES" Stimuluspaket 2.3 Billionen USD Kompensation zur Verfügung, denen deutlich niedrigere Einkommensausfälle bei den Haushalten ggüberstehen.

Addiert man das Zwangssparen der letzten Wochen dazu (bei mir z.B. war die VISA resp. Amexco-Rechnung für April - notabene für 4 Personenhaushalt nicht mal CHF 200.--, dafür der Weinkeller a bisserl geschrumpft...) dann sind die privten Ersparnisse in den USA von etwas mehr als einer auf 6 Billionen USD explodiert (Quelle: Bureau of Economic Analysis, Yardeni Research, Apr 2020) - ein in der Geschichte nie dagewesnes Volumen an Spargeldern.

Kein Wunder, dass solche Massnhamen die globalen Finanz- und Aktienmärkte beglücken resp. beflügeln.

Kurzum: die Finanzmärkte erkennen in Wirtschaft und Geldpolitik neue wie auch alte Muster.
Wobei das alte Muster, Finanzkrisen mit Hilfe der Geldpolitik zu lösen, zwar nicht mehr so wirksam ist wei beim ersten Mal, doch dafür werden die Beiträge grösser.

Der Aufstieg der digitalen wirtschaft ist im Urteil der Börsen Notwendigkeit & Chance zugleich - es verwundert nicht, dass die amerik. Techbörse Nasdaq fast wieder ein neues Jahreshoch erklommen hat.
Auch das neu erwachte Interesse in Aktien, welches diese Woche v.a. europ. Aktien beflügelte, erscheint angesichts der grossen Bondmarkt-Befriedung nur folgerichtig.

Gefahren für den Aktienmarkt sehe ich in den polit. Risiken;
nachdem noch in den Wochen der Lockdowns politischer Schulterschluss, Umsicht und Pragmatismus zu beochbachten waren, liegen mittlerweile vielerorts wieder die Nerven blank und schwelende Konflikte entflammen sich erneut (USA, USA/China, USA/China/Hong Kong, Macron/Merkel-Deal weckt Begehrlichkeiten)

Die nächste Korrektur innerhalb des säkularen Bullenmarktes könnte also womöglich stärker von der Politik als von der Pandemie oder Bewertungen ausgelöst werden.
(06.06.2020, 13:01)qqqq4 schrieb: [ -> ]Die v-förmige Erholung hat stattgefunden.
Weitere Kurserholung bis Jahresende ist deshalb zu rechnen, wie man der Statistik entnehmen kann.

Und die Mehrheit liegt schon wieder falsch.

Bei einem Fear & Greed Index von 66 kann sie nicht sooo falsch liegen.
https://twitter.com/litcapital/status/12...8098391041

Habe leider keine Möglichkeit gefunden, Tweets einzubinden. Musste lachen bei dem verlinkten Video.