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To Do`s Depot vor Jahresende
#1
Notiz 

To Do`s Depot vor Jahresende

Ich hab in den letzten Monaten schon einige Male gelesen, das man vor 
Jahresende ein paar Dinge zur Steueroptimierung machen kann, 
wollen wir diese vielleicht hier in diesem Thread einmal sammeln -
so es diese denn gibt - denn so ganz klar sind mir einige Ansätze aus 
den Tiefen des Internets zum Teil nicht:

1) Verluste aus Aktienverkauf dürfen nicht "verrechnet" werden mit
Dividenden oder Steuereinnahmen.

Es bringt nichts Aktien die nach dem Kauf innerhalb eines Jahres ins Minus
gerutscht sind einmal kurz zu verkaufen und wieder zu kaufen um sie mit den
Dividendeneinkünften zu verrechnen. Wird komischerweise auch noch manchmal
propagiert. Bei Fonds gibt es jedoch Möglichkeiten, das ist aber für dieses Forum
hier nicht so ganz interessant - habe in den letzten Monaten kaum von jemandem
gelesen der Einnahmen aus Fonds hat.

2) Grade für die langjährigen Investoren (DGRI usw.) kann man innerhalb der
Schwankungen aber sehr wohl mal verkaufen um später wieder zu kaufen, um 
den Verlust zu nutzen um Gewinne aus weiteren kurzfristigen Strategien zu 
neutralisieren. Ist aber bis ans Ende der eigenen Lebenszeit auch eher ein Nullsummenspiel,
da die langlaufende DGRI Aktie damit ja auch einen niedrigeren Kaufkurs als ursprünglich
hat. Man "verschiebt" damit aber ggf. die Zahlungsströme ans werte Finanzamt.
Wenn man jedoch plant NIE zu verkaufen und vom Dividendenstrom später
zu leben kann das eine Alternative sein um andere Strategien zu puffern. Diesen
Effekt kann man natürlich aber auch nur begrenzt nutzen wenn die DGRI Strategie
aufgeht  Biggrin

Das wären so spontan die ersten beiden Punkte, die mir dazu einfallen würden, da hier jede
Menge alte Hasen herumlaufen gibt es sicher noch ein paar andere Punkte  Confused

Vielleicht gibt es ja noch weitere Effekte die man nutzen kann, die ich auch noch
gar nicht auf dem Schirm habe....ich glaube grade wenn man viele unterschiedliche
Ansätze fährt zum Beispiel...
#2

RE: To Do`s Depot vor Jahresende

Grüß dich!

zu 2) - habe ich letztes Jahr auch mal gemacht. Bringt durchaus was, wenn man im Depot vielleicht auch Werte liegen hat die gut gelaufen sind, aber nicht zu den Buy and Hold forever Kandidaten gehören und man den Gewinn daraus nicht dem Finanzamt schenken möchte. Hab damals Hormel mit 40% im Minus verkauft und den Verlust realisiert. Danach direkt neu gekauft, - die will ich ja behalten. Dann habe ich einen Teil MBB verkauft (damals fast 300% im Plus) und mit dem dadurch steuerfreien Erlös Medtronic fürs "ewige" Depot gekauft.

Ist ja eine völlig legale Vorgehensweise und kann dann und wann durchaus Sinn machen. Dieses Jahr wirds mir aber nicht viel bringen, ich habe die letzten paar Tage fast meine gesamte Jahresperformance verloren... Biggrin . Daher kaum Gewinne zu realisieren.

Beste Grüße
#3
Notiz 

RE: To Do`s Depot vor Jahresende

Nun wenn man Liquidität gebrauchen kann und die Bankprovision nicht dagegensteht, kann man dies machen.

__________________
Gruß Hans-Jürgen

Den Seinen gibt´s der Herr im Schlaf
Psalm 127, Vers 2
#4
Notiz 

RE: To Do`s Depot vor Jahresende

Ich bin das für mich und meine persönliche Situation jetzt gedanklich nochmal durchgegangen:

Folgende Gedanken / Situation mal vorausgeschickt:

Depot 1 -> langfristiges Dividendendepot mit Werten, die ich plane eigentlich nie zu verkaufen....entweder
bekommen die Kids das irgendwann mit auf den Weg oder aber im Alter verkaufe ich dann Werte um ggf.
nochmal eine Immobilie oder ähnliches im Ausland zu erwerben oder...oder...oder.....(hier entstehen eigentlich
steuerlich betrachtet keine Gewinne)

Depot 2 -> ein Depot für kurzfristigere Sachen (Rebounds etc.) die sich aus meiner Sicht gut traden lassen oder für Werte,
die irgendwann dann langfristig in Depot 1 umgebucht werden, weil sie den Weg nehmen den ich mir erhofft habe, 
hier liegen eher die PG`s, T`s von morgen drin....hier entstehen also auch im besten Falle mal Gewinne
innerhalb eines Jahres (wäre zumindest gewünscht Biggrin)

ein kleines, aber feines kurzfristiges Tradingdepot - auch hier entstehen im besten Falle Gewinne
innerhalb eines Jahres.

Soweit - so gut...

Meine Überlegung ist jetzt, so lange das möglich ist, am Ende eines jeden Jahres die Positionen in Depot 1
einmal zu liquidieren, die vom Kaufzeitpunkt an betrachtet im Minus liegen. Das sind nennenswert (Verlust > 100 €)
derzeit "nur" 9 von 25 Werten mit in Summe doch einigen Tausend € an potentiellem Verlustvortrag.

Die Aktien kaufe ich dann 24 Stunden später wieder zurück - die Kosten liegen für diesen Roundturn bei comdirect
auch nur bei ca. 10 bis 20 €. Daher auch die Betrachtung Verlust > 100 €.

Jetzt habe ich ja für die Strategien in Depot 2 die Verlustvorträge "frei" um sie mit den hoffentlich erwirtschafteten
Gewinnen aus dem Jahr zu verrechnen. Vereinfacht gesagt sind die Gewinne dann steuerfrei für mich, obwohl
ich in Depot 1 ja nichts aufgegeben habe (die Positionen sind ja nach dem Wiederkauf wieder da, Dividenden fliessen
wie gehabt).

Natürlich verschwindet dieser "Effekt" dann im Laufe der Jahre wenn die Depots die von uns allen erwünschte Entwicklung
nehmen. Aber es wäre ja irgendwie dumm diese potentiellen Verluste (die ja eigentlich keine sind durch die Wiedereinbuchung
und der Absicht langfristig nicht zu verkaufen) nicht zu nutzen.

Natürlich zahle ich dann in vielen, vielen Jahren "mehr" Steuern wenn ich doch veräussern sollte, aber das passiert dann zu 
einem Zeitpunkt in meinem Leben, an dem das dann keine große Rolle mehr spielen sollte, das jetzige Mehr an Liquidität kann 
ich sicher gut zum Traden (kurz- oder langfristig) oder Leben gut gebrauchen.

Das ist ein - zugegeben sehr spezielles - Beispiel wie man ggf. auch aus steuerlicher Sicht agieren könnte,....es sei denn
ich habe einen Denkfehler gemacht - will ich natürlich nicht ausschliessen  Smile

P.S.: Als Nachtrag sei noch erwähnt, das dieser Verlustvortrag natürlich auch weiter "mitwandert", also auch erst in X
Jahren genutzt werden kann, also so lange bis er tatsächlich auch aufgebracht ist....wenn ich das nicht jährlich mache
und irgendwann die Positionen aus Depot 1 all im Plus liegen, kann ich das nicht mehr nutzen.
#5
Notiz 

RE: To Do`s Depot vor Jahresende

(15.12.2018, 13:22)fahri schrieb: Die Aktien kaufe ich dann 24 Stunden später wieder zurück - d

Warum willst du denn 24 Stunden warten? Kann man natürlich machen, aber warum nicht sofort? Wonder 

Beste Grüße
#6
Notiz 

RE: To Do`s Depot vor Jahresende

(15.12.2018, 19:20)DalaiLamer schrieb:
(15.12.2018, 13:22)fahri schrieb: Die Aktien kaufe ich dann 24 Stunden später wieder zurück - d

Warum willst du denn 24 Stunden warten? Kann man natürlich machen, aber warum nicht sofort? Wonder 

Beste Grüße

Hast Recht, macht steuerlich keinen Unterschied,...war mehr als "Sicherheitsgedanke" gedacht -
aber eigentlich unnötig - stimmt  Tup

Zumindest bei der comdirect ist das sofort in der Steuerübersicht "gebucht"  Smile
#7
Notiz 

RE: To Do`s Depot vor Jahresende

Das ist doch alles Quatsch.
Solange man damit nicht seinen Sparerpauschbetrag auffüllt,
bleibt es ein Nullsummenspiel minus Gebühren!
#8
Notiz 

RE: To Do`s Depot vor Jahresende

Das es unterm Strich ein Nullsummenspiel bleibt habe ich doch bereits ausführlich beschrieben,
aber selbst wenn es  ein Nullsummenspiel über 30 Jahre ist und ich aber dadurch die Liquidität 
zu meinen Gunsten verschieben kann ist es doch kein "Quatsch" wie du sagst - ich arbeite doch 
im langen Run bereits früher mit mehr Geld (nenne es von mir aus auch eine Art Hebel). 
Durch den Zins- und Zinseszinseffekt entsteht in meinem Fall dadurch doch auf lange Sicht 
ein Vorteil  Confused

Wenn dem nicht so ist, würde ich mich über eine etwas ausführlichere Antwort natürlich freuen,
ich hab ja eingeräumt das ich da auch durchaus was übersehen haben kann - aber aktuell
kann ich das nicht erkennen ?
#9
Notiz 

RE: To Do`s Depot vor Jahresende

Hallo,

ist das wirklich ein Nullsummenspiel?
Kann man nicht in der Phase des Umstiegs von Arbeitseinkommen auf Kapitaleinkommen die Bilanz zu seinen Gunsten beeinflussen?
Solange man über die Besteuerungsoption mit seinem Gesamteinkommen unterhalb von Abgeltungssteuer bleibt, hat man doch einen Gewinn.
Oder übersehe ich da was?
Geht natürlich nicht lange, wenn die Gewinne steigen. Aber wegnehmen kann man es auch nicht mehr.
Unsicherheitsfaktor bleibt die Gesetzgebung. Die könnte sich jedoch auch irgendwann positiv verändern...



LG
#10
Notiz 

RE: To Do`s Depot vor Jahresende

(16.12.2018, 12:25)Lanco schrieb: Hallo,

ist das wirklich ein Nullsummenspiel?
Kann man nicht in der Phase des Umstiegs von Arbeitseinkommen auf Kapitaleinkommen die Bilanz zu seinen Gunsten beeinflussen?

Nein aus meiner Sicht ist es das nicht - absolut betrachtet auf das fiktive Beispiel von 30 Jahren natürlich schon,
aber du "verschiebst" deine Steuern von vorne nach hinten und hast demzufolge früher mehr Geld in meinen 
Augen, welches du wiederum anlegen kannst...so entsteht bei der Annahme das die Märkte langfristig steigen
natürlich schon ein angenehmer Zinseffekt.

Wie sich die Gesetzgebung verändert kann natürlich nicht berücksichtigt werden - wie auch ?
Das ist alles immer unter Voraussetzung das sich eben nichts ändert in der Gesetzgebung
und die Börsen langfristig steigen.


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