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Immobillienfrage
#1
Notiz 

Immobillienfrage

Ich weis nicht ob ich in diesem Forum richtig bin mit einer Immobillienfrage, aber zumindest geht es ja auch um Geld.
Ich habe ein Haus bauen lassen was etwas teuerer geworden ist als das "Durchschnittshaus" hier da ich kaum Eigenleistung einbringen konnte und die monatliche Hypothek liegt nun ca. 20% über dessen, was ich für das selbe Haus an Miete hier in der gegend zahlen würde. Die Monatliche Belastung ist bei 24% vom Nettolohn. Das Haus wird rein Privat genuzt und ist ein Einfamillienhaus.
War jetzt aus Finanzieller sicht jetzt wahrscheinlich nicht das gelbe vom Ei und einige werden sich jetzt wahrscheinlich die Hände über den Kopf schlagen.
Frage ist jetzt, ob es sinnvoll ist noch Irgend etwas zu korrigieren oder zu optimieren so das ich mich an den Mietpreis angleiche indem ich sondertilge oder Haus versuchen zu verkaufen (da würde die Frau wahrscheinlich nicht mitziehen) Biggrin oder einfach zufrieden sein wie es ist? Wonder
Momentan stecke ich mein erspartes in ein ETF-Sparplan.
Was meint Ihr?

__________________
#2

RE: Immobillienfrage

Kann man so a priori nicht sagen. Wenn ihr mit dem Geld auskommt, warum nicht?

Du solltest aber auf jeden Fall einen Plan haben, was passiert, wenn

- Einkommen entfällt (z. B. Arbeitslosigkeit)
- die Zinsbindung ausläuft und die Zinsen dann drastisch höher sind.
- ihr Euch scheiden lasst.
#3
Notiz 

RE: Immobillienfrage

(11.08.2019, 13:05)Bauernlümmel schrieb: ... und die monatliche Hypothek liegt nun ca. 20% über dessen, was ich für das selbe Haus an Miete hier in der gegend zahlen würde.

Gehört die Mietwohnung auch nach ein paar Jahren dir?
Wahrscheinlich nicht.

24% vom Nettolohn finde ich jetzt auch nicht zuviel.

Bringt dich das irgendwie weiter wenn du nur genauso viel zahlst wie als Mieter?
Imho hast du dich verkalkuliert und suchst Auswege die gar nicht sein müssen.

Das einzig sinnvolle was du machen kannst ist die Ehe zusammen zu halten.

__________________
Reiner Satire Account ohne rechtliche Verwertbarkeit
#4

RE: Immobillienfrage

(11.08.2019, 13:12)Guhu schrieb: Kann man so a priori nicht sagen. Wenn ihr mit dem Geld auskommt, warum nicht?

Du solltest aber auf jeden Fall einen Plan haben, was passiert, wenn

- Einkommen entfällt (z. B. Arbeitslosigkeit)
- die Zinsbindung ausläuft und die Zinsen dann drastisch höher sind.
- ihr Euch scheiden lasst.

Wenn Einkommen entfällt müßte ich wahrscheinlich ETFs verkaufen um das zu überbrücken.
Alternative wären 3-6 Monatsausgaben auf dem Festgeldkonto.
Wenn die Zinsen steigen sollten nach der Zinsbindungsfrist, würde ich den Rest mit ETF Verkäufen auszahlen, das ist auch ein Grund warum ich angefangen habe zu sparen, dumm wäre es nur wenn die Börse dann grad im Keller wäre.
Wenn wir uns trennen würden hätte ich zumindest die Möglichkeit weiter zu Arbeiten.

(11.08.2019, 13:24)Vahana schrieb: Gehört die Mietwohnung auch nach ein paar Jahren dir?
Wahrscheinlich nicht.

24% vom Nettolohn finde ich jetzt auch nicht zuviel.

Bringt dich das irgendwie weiter wenn du nur genauso viel zahlst wie als Mieter?
Imho hast du dich verkalkuliert und suchst Auswege die gar nicht sein müssen.

Das einzig sinnvolle was du machen kannst ist die Ehe zusammen zu halten.

Ne, Mietwöhnung würde uns nicht gehören.
Wenn ich weniger zahlen würde hätte ich mehr zum Anlegen. Dies würde dann wenn ich 25 Jahre mit 5% Anlegen würde 200.000€ ausmachen die ich mehr hätte, dafür aber keine eigenes Haus. Ok, wenn man es so sieht ist es besser als Mieten. :-)
Ja, hab mich verkalkuliert und kein schnäppchen gemacht, vor allem ging mir echt auf den senkel als ein Nachbar mir noch erzählte wie "günstig" er gebaut hätte und wir ja viel zu viel bezahlt hätten...
Mein Ziel war halt lieber mehr bezahlen und dafür keine Bauruine zu besitzen.

Ehe zusammen halten mach ich.

__________________
#5
Notiz 

RE: Immobillienfrage

Ein Viertel vom Nettolohn sagt nicht viel aus. Falls du ein geringes Einkommen hast, ist das in Relation zur Tilgung/Rückzahlung nicht zu viel, bei einem hohen Einkommen wäre es....aber halt, ist doch schon geschehen, also redundant. 

Prinzipiell ist eine eigengenutzte Immobilie nicht verkehrt, lies `mal Kostolany dazu. Wie Vahana schon beschrieb, du bezahlst letztendlich dein Eigentum, sprich ein Ratenkauf. Sondertilgungen lohnen sich nur bei hohen Verschuldungszinssätzen, ansonsten "verpufft" das dann unnütz imho.

Warum willst du verkaufen, das verstehe ich nun nicht...wer zahlt dir garantiert in den nächsten 25 Jahren 5% fix?

Mein Rat: Nix machen, wohnen bleiben und nicht auf die Mieter in der Nachbarschaft hören, die sind wahrscheinlich nur neidisch...

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Don't stop to think, have another drink. (The Kinks, When Work is Over)
#6
Notiz 

RE: Immobillienfrage

Zitat:dumm wäre es nur wenn die Börse dann grad im Keller wäre.


Die Kombination aus hohen Zinsen und schlechter Börse gibt es naturgemäß. Sollte man wissen, aber nicht überbewerten.


Zitat:vor allem ging mir echt auf den senkel als ein Nachbar mir noch erzählte wie "günstig" er gebaut hätte und wir ja viel zu viel bezahlt hätten...

Mein Ziel war halt lieber mehr bezahlen und dafür keine Bauruine zu besitzen.


Ein richtig oder falsch gibt es nicht.
Meine Eltern haben ihr Haus innerhalb von nur 16 Jahren abbezahlt, in Zeiten wo man noch 6-8% Zinsen zahlte. Viel Eigenleistung, jeden Euro ins Haus gesteckt. Aber dafür musste auch einiges nachträglich am Haus gemacht werden, was man vielleicht hätte von Anfang an machen können.
Für uns war es ok so, weil mein Vater alles selber machen kann. Andere hätten abgekotzt.

Seh dein Haus einfach als dein Haupt ETF an. Hast halt zur schlechten Zeit eingekauft und 20% verloren.
Das passiert an den Börsen manchmal innerhalb einer Woche und ist trotzdem kein Grund zu verzweifeln.
Im Gegensatz zur Börse hast du aber durch das verkalkulierte Geld einen gewissen Mehrwert der erhalten bleibt.
Wenn das Haus einmal abbezahlt ist kräht da kein Hahn mehr nach.

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Reiner Satire Account ohne rechtliche Verwertbarkeit
#7
Notiz 

RE: Immobillienfrage

Also 24% vom Nettolohn klingt zwar nicht viel aber letztlich kommen ja dann noch die ganzen Kosten für das "normale" Leben hinzu.

Miete ist im Grunde raus geworfenes Geld, man hat ja letztlich nichts davon, es sei denn man kann die Wohnung dann erwerben. Wenn man Pech hat wird der Mietvertrag gekündigt und die Zahlungen der letzten Jahre waren für den A....

Jetzt ist halt die Frage warum ist es teurer geworden.
Keine Eigenleistung ok, das weis man aber normalerweise schon vorher und könnte entsprechend die Hütte vielleicht ein paar m2 kleiner planen.
Oder gewisse Sachen vielleicht mal 1-2 Jahre oder länger aufschieben und dann machen lassen.


Möchte jetzt dem TE nichts unterstellen, denke aber nur gerade an solche Sachen aus meinem eigenen Umfeld.
Da werden Häuser hingebaut größer und größer.
Man kann noch nicht mal einziehen aber der Pool ist schon fertig, vielleicht noch ein neuer Wagen in der Garage und die 1-2 Urlaube im Jahr dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Wenn dann aber mal die ganzen Kosten ersichtlich sind dann kommt der große Jammer. Beziehung im A....., Haus muss verkauft werden natürlich unter dem ursprünglichen Preis etc....
#8
Notiz 

RE: Immobillienfrage

(11.08.2019, 23:01)Sauvignon schrieb: .........Sondertilgungen lohnen sich nur bei hohen Verschuldungszinssätzen, ansonsten "verpufft" das dann unnütz imho........

Bei niedrigen Zinssätzen sinkt der Zinsanteil langsamer, resp. der Tilgungsanteil steigt langsamer als bei hohen Zinsen. Das verlängert die Tilgungsdauer und macht egtl. Sondertilgungem zur Pflicht, denn nach 20 Jahren kommen die ersten Reparaturen größeren Stils.
#9
Notiz 

RE: Immobillienfrage

(11.08.2019, 23:18)Stadtschreiber schrieb: Also 24% vom Nettolohn klingt zwar nicht viel aber letztlich kommen ja dann noch die ganzen Kosten für das "normale" Leben hinzu.

Miete ist im Grunde raus geworfenes Geld, man hat ja letztlich nichts davon, es sei denn man kann die Wohnung dann erwerben. Wenn man Pech hat wird der Mietvertrag gekündigt und die Zahlungen der letzten Jahre waren für den A....

Jetzt ist halt die Frage warum ist es teurer geworden.
Keine Eigenleistung ok, das weis man aber normalerweise schon vorher und könnte entsprechend die Hütte vielleicht ein paar m2 kleiner planen.
Oder gewisse Sachen vielleicht mal 1-2 Jahre oder länger aufschieben und dann machen lassen.


Möchte jetzt dem TE nichts unterstellen, denke aber nur gerade an solche Sachen aus meinem eigenen Umfeld.
Da werden Häuser hingebaut größer und größer.
Man kann noch nicht mal einziehen aber der Pool ist schon fertig, vielleicht noch ein neuer Wagen in der Garage und die 1-2 Urlaube im Jahr dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Wenn dann aber mal die ganzen Kosten ersichtlich sind dann kommt der große Jammer. Beziehung im A....., Haus muss verkauft werden natürlich unter dem ursprünglichen Preis etc....

Ich kann diesbezüglich das Buch Mieten statt Kaufen von Gerd Kommer empfehlen, denn Miete ist sicherlich nicht nur „rausgeworfen“...

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"Die Wahrheit ist wie Poesie. Und die meisten Leute hassen Poesie." (The Big Short)
#10
Notiz 

RE: Immobillienfrage

(11.08.2019, 22:17)Bauernlümmel schrieb: Wenn Einkommen entfällt müßte ich wahrscheinlich ETFs verkaufen um das zu überbrücken.
Alternative wären 3-6 Monatsausgaben auf dem Festgeldkonto.
Wenn die Zinsen steigen sollten nach der Zinsbindungsfrist, würde ich den Rest mit ETF Verkäufen auszahlen, das ist auch ein Grund warum ich angefangen habe zu sparen, dumm wäre es nur wenn die Börse dann grad im Keller wäre.
Wenn wir uns trennen würden hätte ich zumindest die Möglichkeit weiter zu Arbeiten.


Ne, Mietwöhnung würde uns nicht gehören.
Wenn ich weniger zahlen würde hätte ich mehr zum Anlegen. Dies würde dann wenn ich 25 Jahre mit 5% Anlegen würde 200.000€ ausmachen die ich mehr hätte, dafür aber keine eigenes Haus. Ok, wenn man es so sieht ist es besser als Mieten. :-)
Ja, hab mich verkalkuliert und kein schnäppchen gemacht, vor allem ging mir echt auf den senkel als ein Nachbar mir  noch erzählte wie "günstig" er gebaut hätte und wir ja viel zu viel bezahlt hätten...
Mein Ziel war halt lieber mehr bezahlen und dafür keine Bauruine zu besitzen.

Ehe zusammen halten mach ich.

24% von Netto sind nicht extrem viel (dein Netto od. gesamter Haushalt?). Du tilgst ja auch.
An der Börse (egal Einzelaktien od. ETF) würde ich nur Geld anlegen, dass du wirklich "nicht mehr brauchst".  Wer sagt dir, dass deine ETFs nicht im Keller sind, wenn du plötzlich an dein Geld musst? Ja, die letzten 10 Jahre gings nur nach oben, ... wird das immer so sein Wonder 

Steck deine übrige Kohle zunächst lieber in die Tilgung, dann geht´s schneller. Siehs so: Wenn du fertig bist, hast du 24% mehr monaltichen Cash Flow Biggrin Leg erst mal nur das Geld an der Börse an, das du erübrigen kannst. 5% auf 20 Jahre sind nicht garantiert.


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