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Tägliche Markt- und Wirtschaftskommentare
#1
Notiz 

Tägliche Markt- und Wirtschaftskommentare

Tägliche Markt- und Wirtschaftskommentare

In regelmäßig unregelmäßigen Abständen möchte ich hier eine kurze Einschätzung zur Marktlage abgeben. Was bewegt gerade die Börse? Wie stehts ganz aktuell um die Wirtschaft? Was ist in den News? Worauf müssen wir heute oder diese Woche achten? Kurze Textschnippsel, prägnante Charts oder längere Essays - das hängt auch vom aktuellen Marktgeschehen ab.

Ergänzungen, Kommentare und eigene Sichtweisen sind sehr willkommen. Tup
#2
Notiz 

RE: Der morgendliche Markt- und Wirtschaftskommentar

Dienstag, 27. November 2018

Bärische Stimmung

Das AAII US Investor Sentiment fällt und fällt. Der Bull-Bear Spread liegt mittlerweile bei -21,9% und damit so tief wie zuletzt Anfang 2016. Zu der Zeit - am 11. Februar 2016 - markierte der S&P500 mit 1.808 Punkten sein Korrekturtief und stieg in der Folge ohne relevante Rücksetzer auf ein Zwischenhoch von 2.873 Punkten Ende Januar 2018.

   

Beim AAII US Investor Sentiment wird gefragt: "I feel that the direction of the stock market over the next 6 months will be..." Das Sentiment ist also vergleichbar mit dem Volatilitätsindex VIX und ist vorallem in überzogenen Marktsituationen aussagekräftig.

Die Bear-Quote liegt bei 47,2%, die Bull-Quote bei 25,3% und damit so bearish wie lange nicht mehr.

Mehr Informationen zum AAII US Investor Sentiment: https://www.aaii.com/sentimentsurvey


Was gibt es sonst zu berichten?

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im November unerwartet und den dritten Monat in Folge gefallen. Reuters schreibt "Herbstblues statt vorweihnachtliche Hochgefühle" und bringt es damit auf den Punkt: Ökonomen hatten mit einem starken vierten Quartal für deutsche Unternehmen gerechnet, doch jetzt sieht die Prognose nicht mehr ganz so optimistisch aus.

   
#3
Notiz 

RE: Der tägliche Markt- und Wirtschaftskommentar

Mittwoch, 28. November 2018

Zölle drohen

Die asiatischen Börsen sind am Mittwoch gestiegen und folgten damit positiven Vorgaben von der Wall Street. Vor allem Aussagen von Larry Kudlow, dem Wirtschaftsberater im Weißen Haus, sorgten für Optimismus. Es kam ein Signal für eine mögliche Entspannung im Handelsstreit zwischen USA und China. Kudlow sagte, dass Trump "eine gute Chance" sieht, dass ein Abkommen abgeschlossen werden kann.

Der Zeitpunkt passt gut, denn am Wochenende steht der G20 Gipfel in Buenos Aires an. Dort treffen Trump und Xi aufeinander. Wenn sie sich dort nicht einigen kommen die weiteren Zollerhöhungen auf chinesische Güter. Vermutlich 25% auf alle Importe, also ein Gesamtwert von rund 500 Mrd. USD.

Schon jetzt liegt der effektive Zollsatz auf US-Importe bei rund 4%. Das ist in etwa das Niveau aus den 1980er Jahren. Würden die angedrohten Zölle auf alle chinesischen Importe, sowie die Autozölle kommen, läge der Effektive Zollsatz bei rund 7,5% und damit so hoch wie in den 1960er Jahren.

Darin erkennt man die Rückwärtsgewandheit des US-Präsidenten.


G20-Gipfel am Wochenende


Neben dem Aufeinandertreffen von Trump und Xi gilt es beim G20-Gipfel auch auf Diskussionen rund ums Öl achten. Am Rande des G20 wollen sich nämlich die wichtigsten Ölstaaten treffen und ünber den Ölpreis sprechen. Das ist nicht zu unterschätzen. Zwar hat sich der Ölpreis technisch wieder ein bisschen von den Tiefständen erholt, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind aber immer noch die gleichen.

https://trading-stocks.de/showthread.php...71#pid3071

Trump will einen tiefen Ölpreis haben um US-Verbraucher zu schützen und die Inflation im Griff zu halten (America First). Die OPEC und Russland wollen aber natürlich einen hohen Ölpreis, um Schulden bezahlen zu können.


Die politische Komponente in dieser grundsätzlich nicht unbekannten Situation ist aber dieses Mal besonders heikel: Saudi-Arabien ist aufgrund des Tötungsbefehls an dem Journalisten Khashoggi in der Hand Trumps und brauchen sein Wohlgefallen ansonsten drohen Sanktionen. Einerseits brauchen sie also einen hohen Ölpreis, andererseits können sie keinen hohen Ölpreis herbeiführen. Die Gespräche am Rande vom G20 Gipfel könnten richtungsweisend sein.


Was gibt es sonst zu berichten?

Mit ist eine interessante Grafik aus der Welt aufgefallen. Sie zeigt wie die Reichen in Deutschland die meisten Steuern bezahlen. 2% der Deutschen zeichnen sich für 25% der Steuereinnahmen verantwortlich. 6% der Deutschen zahlen 41% aller Steuern. Und im Kontrast dazu: Rund 20% der Deutschen zahlen gar keine Steuern.

[Bild: DtEZ0jSXgAAXRhg.jpg:large]

Quelle:
https://twitter.com/Schuldensuehner

https://www.welt.de/finanzen/plus1845215...shared.web
#4

RE: Der tägliche Markt- und Wirtschaftskommentar

Zur Steuergrafik: Gehts da (wie häufig) auch nur um die Einkommensteuer oder geht es um alle Steuerzahlungen? (also auch MwSt., Alkoholsteuer, Stromsteuer, Sektsteuer etc.)?
#5
Notiz 

RE: Der tägliche Markt- und Wirtschaftskommentar

(28.11.2018, 11:12)jf2 schrieb: Zur Steuergrafik: Gehts da (wie häufig) auch nur um die Einkommensteuer oder geht es um alle Steuerzahlungen? (also auch MwSt., Alkoholsteuer, Stromsteuer, Sektsteuer etc.)?

Ja da geht es nur um die Einkommensteuer.
#6
Notiz 

RE: Der tägliche Markt- und Wirtschaftskommentar

(28.11.2018, 11:14)Banker schrieb:
(28.11.2018, 11:12)jf2 schrieb: Zur Steuergrafik: Gehts da (wie häufig) auch nur um die Einkommensteuer oder geht es um alle Steuerzahlungen? (also auch MwSt., Alkoholsteuer, Stromsteuer, Sektsteuer etc.)?

Ja da geht es nur um die Einkommensteuer.

Für mich keine sinnvolle Betrachtung aber eine Betrachtung aller Steuerarten wäre wohl zu kompliziert.
#7
Notiz 

RE: Der tägliche Markt- und Wirtschaftskommentar

Immerhin zeigt die Grafik, dass das untere Drittel ein zu geringes Einkommen hat und dadurch zu wenig Einkommensteuer generieren.

__________________
Free Assange       https://www.deepl.com/translator
Für jedes schwierige Problem gibt es eine einfache Lösung, und die ist falsch.









#8
Notiz 

RE: Der tägliche Markt- und Wirtschaftskommentar

(28.11.2018, 16:46)saphir schrieb: Immerhin zeigt die Grafik, dass das untere Drittel ein zu geringes Einkommen hat und dadurch zu wenig Einkommensteuer generieren.

Was ziemlich belanglos ist denn der Staat finanziert sich nicht von Einkommenssteuer sondern von allen Steuern und deshalb fehlt da jede Aussage darüber wer was zum Steueraufkommen beiträgt.
#9
Notiz 

RE: Der tägliche Markt- und Wirtschaftskommentar

Donnerstag, 29. November 2018


Notenbanken regieren das Feld


Der Kniefall

Auch wenn Morgan Stanley betont, dass Donald Trump nicht die rechtliche Authorität hat, um den US-Notenbankchef Jerome Powell zu feuern, nur weil die Notenbank nicht zur Politik der Trump-Administration passt, konnte man gestern einen Kniefall vor Trump beobachten.

Obwohl nach der jüngsten FOMC-Sitzung alles darauf hindeutete, dass die Fed ihre Zinsen schnell noch weiter erhöhen wird und auch 2019 mit spürbaren Zinserhöhungen zu rechnen ist (Dot-Plan) ruderte Powell gestern kräftig zurück.

Es sei ja nicht so, als würde die Fed einem genauen Plan folgen. Und überhaupt weiß ja keiner was Zinserhöhungen in diesem Umfeld auslösen. Da müsse man die Wirtschaft ganz genau beobachten. Das könne bis zu 12 Monate dauern, bis man erkennt wie sich die letzte Zinserhöhung ausgewirkt hat.

Und wurde gesagt das Zinsniveau sei "weit unter" dem Normalniveau? So wäre das ja gar nicht gemeint gewesen, das Zinsniveau ist "etwas unter" dem Normalniveau.

Wenn man die gestrigen Äußerungen von Powell vor dem Economic Club of New York mit dem vergleicht, was er nach der letzten FOMC-Sitzung im Oktober diesen Jahres gesagt hat, ergibt sich eine erstaunliche Diskrepanz.

Die Märkte hats gefreut, wie wir gestern gesehen haben. Erheblicher Sprung bei US-Aktien und beim Dollar.

https://www.cnbc.com/2018/11/29/trump-ca...anley.html
https://www.federalreserve.gov/newsevent...81128a.htm


Die Warnung

Die Bank of England hat drastisch vor einem ungeregelten Brexit gewarnt. Sie sind noch pessimistischer als die britische Regierung. Sollte es zu keinem Deal kommen von GB aus der EU austreten drohe im schlimmsten Fall ein Einbruch der Wirtschaftsleistung von 11%. Das würde nach Aussage der BoE schnell und hart ausfallen. Das Pfund könne unter Parität zum Dollar rutschen.

Der Wirtschaftseinbruch würde auch Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit haben. Diese würde merklich zunehmen. Die Inflationsrate dürfte durch den Währungsverfall auf 6,5% steigen. Das Leitzinsniveau würde dann bei ca. 5,5% liegen müssen.

https://www.bankofengland.co.uk/financia...ty-reports

https://www.bloomberg.com/news/articles/...t-analysis


Angehängte Dateien    
#10
Notiz 

RE: Der tägliche Markt- und Wirtschaftskommentar

(28.11.2018, 19:24)jf2 schrieb:
(28.11.2018, 16:46)saphir schrieb: Immerhin zeigt die Grafik, dass das untere Drittel ein zu geringes Einkommen hat und dadurch zu wenig Einkommensteuer generieren.

Was ziemlich belanglos ist denn der Staat finanziert sich nicht von Einkommenssteuer sondern von allen Steuern und deshalb fehlt da jede Aussage darüber wer was zum Steueraufkommen beiträgt.

das stimmt und wie:
[Bild: struktur-und-verteilung-der-steuereinnah...square&v=4]
https://www.bundesfinanzministerium.de/C...6bodyText2

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Für jedes schwierige Problem gibt es eine einfache Lösung, und die ist falsch.











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