
RE: Windows 10
| 30.03.2019, 17:37 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.03.2019, 01:20 von boersenkater.)(30.03.2019, 13:07)MacMoneysac schrieb: Wofür in drei Teufels Namen benötigt diese Trading-Software so viel Rechenleistung? Werden da Bitcoins geschürft?!
Werden bitcoins nicht mit Grafikkarten geschürft?
Deswegen sind doch zeitweise die Preise für Grakas so in die Höhe geschossen...
Nein bei mir ist es einfach nur Chartanalyse. Aber eben etwas extremer als normal.
Sehr viele Chartfenster, sehr viele Timeframes, viele Berechnungen innerhalb jedes
dieser Chartfenster die sehr weit zurück gehen. Das ganze verteilt auf zwei 55" UHD
TV-Monitore. Hört sich jetzt extrem an. Natürlich schaue ich während des Tradings
nicht immer gleichzeitig auf alle Charts. Mein Blick ist auf einen relativ kleinen Bereich
fokussiert. Die Bereiche drumherum beobachte ich nur am Rande. Und einige Charts
habe ich gar nicht ständig im Blick. Da schaue ich zur Orientierung immer wieder mal
kurz drüber.
Würde das am ehesten mit einem Film vergleichen. Da schaut man auch in erster Linie
dort hin wo die Handlung spielt. Der Rest ist einfach nur der Hintergrund der das Bild
füllt. Nach einer Szene kann man auch nicht sagen ob da eine Tanne oder eine Eiche stand.
Oder ob das Auto 2 oder 4 Türen hatte.
Das Programm hat um die 160MB. Die Daten sind um die 70MB. Am Ende wenn alles
durchgerechnet und "betriebsbereit" ist, hat die Software dann aber über 3 GB die
im Speicher stecken. Durch die reinkommenden Echtzeitdaten pumpt sich das über
die nächsten Stunden weiter auf.
Problem ist in erster Linie wohl das es eine 32-Bit-Software ist, die leider auch nicht alle
vorhandenen Kerne gleichmässig ausnutzt.
Gibt auch 64-Bit-Alternativen, die aber wohl nicht so gut laufen. Keine Ahnung wieso weshalb warum.
Liegt vielleicht in der Natur der Sache? Weil Echtzeit-Daten parallel in verschiedenen Timeframes
verarbeitet werden? Wie gesagt keine Ahnung. Ich sehe nur das ich vor allem Taktfrequenz brauche.
Je mehr desto besser. Wenn es mal einen Prozessor gibt der 6 GHz schafft dann schlag ich zu.
Nein, eigentlich würde ich auch schon bei 5,4 GHz wieder zugreifen.
Also bei mir ist es ja der i9 9900K - 8 Kerne/16 Threads. Läuft mit 5,2 GHz auf allen Kernen.
Wenn ich auf 5 GHz runter gehe läuft es leider schon weniger flüssig.
Auslastung bei meiner Software ist wie folgt:
1 Kern praktisch ständig auf 90-100%
3 Kerne bei 70-90%
2 Kerne bei 50-70%
2 Kerne bei 30-50%
8 Kerne bei 0-20%
Irgendwie scheint die Software nix mit Hyperthreading anfangen zu können.
8 Kerne werden praktisch gar nicht genutzt. Vermutlich wird da die geringe
Auslastung auch nur durch Windows selbst verursacht.
Durch die Nutzung von shutup10 und Abschaltung der Dienste habe ich auf jeden
Fall deutliche Unterschiede in der Performance was die Chartsoftware angeht.
Da bremst Windows (7 genauso wie 10) die Software irgendwie nochmal zusätzlich
aus. Ist vielleicht das Problem 32-Bit-Software auf 64-Bit-System. Keine Ahnung.
Ist dann halt die Frage ob die Probleme die ich hatte an der Software selbst
liegen oder grundsätzlich an Windows. Würde ja gerne mal Linux oder so probieren.
Aber damit kenne ich mich gar nicht aus. Und die Software läuft eben nur unter
Windows. Ich finde es schon hart das ich erst jetzt mit diesem Prozessor,
den ich auch noch bis an die Grenzen ausreize, keine Probleme mehr mit Lagging,
Freezing habe. Achja - die Grafikkarten werden praktisch gar nicht beansprucht.
Habe zwei Zotac GTX 760 mit je 4 GB drin. Da wird der Arbeitsspeicher mit jeweils
unter 200MB beansprucht. Auslastung beider Grafikkarten bei 5-10%.
Eigentlich ein Witz. Aber ist halt so. Gab dadurch aber keine Notwendigkeit
die Grakas auch noch zu ersetzen. Hatte eine andere Grafikkarte getestet
(Nvidia 2070), aber konnte keinen Unterschied feststellen.
Es lohnt sich auf jeden Fall Shutup10 einzusetzen und dazu noch überflüssige Dienste
abzustellen. Denke nochmal ein Stück mehr wenn man weniger potente Hardware einsetzt.
Es läuft einfach alles ein Stückchen flüssiger. Programme starten schneller.
Vor allem auch auf älterer Hardware (wie z.B. bei meinem alten Laptop).
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