betr. Bärenmarkt noch einige Anmerkungen meinerseits
heute noch sehr präsent ist mir, dass ich während der Finanzkrise 2008/2009 insgesamt 6x Liquidität in meine Wertpapierportfolios geschüttet habe, um nach Rückschlägen meine bestehenden Aktienpositionen aufzustocken und neue dazuzukaufen.
Zum Zeitpunkt der Käufe war dies stets zu früh, denn die Baisse nahm kein Ende.
Aber ich liess nicht locker und verlor den Mut nicht. Ich hielt mich konsequent an mein Mottto: irgendwann wird der "Turnaround" einsetzen und die Aktien werden sich fulminant erholen.
Oder aber die Welt geht tatsächlich unter - aber dann spielt es definitiv auch keine Rolle mehr, ob ich nun Aktien, Cash oder Gold halte.
Die letzten Aufstockungen nahm ich Anfang März 2009 vor, als die Anspannung der Finanzkrise auf dem Siedepunkt war.
In dieser kollektiven Depression fallen Aktienmärkte längst nciht mehr, weil es neue Hiobsbotschaften gibt.
Sie fallen v.a. deshalb, weil die Leute fürchten, die Aktienmärkte würden auch am nächsten Tag weiter fallen, weshalb sie in Panik verkaufen.
Solche Kettenreaktionen, die kaskadenartig enorme Verwerfungen auslösen, führen schliesslich zu einem selbstzerstörerischen Prozess, einem "circulus vitiosus".
Die grösste Gefahr, dass wir ins Elend stürzen, ist bekanntlich die, dass wir glauben, ins Elend zu stürzen.
Wenn dann das Vertrauen der Investoren wegbricht, so brechen die Dämme wie von selbst.
In solchen Zeiten setzt der Verstand vieler Menschen aus und sie sehen nur noch schwarz (teilweise auch um Mitte März 2020 herum)
Der Tiefpunkt der Börsen, die sich innerhalb von rund 18 Monaten etwa halbiert haben, wurde bekanntlich am 9.3.2009 erreicht.
Obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt rund 25% an neuen Mitteln in meine Portfolios geschüttet hatte, war dieses auf dem Tiefpunkt weniger wert als zu Beginn der Krise...
Eine ziemlich frustrierende Erfahrung, zumal ich ausschliesslich in Aktien bester Qualität investierte.
Doch vom 9.3.2009 an ging es steil nach oben.
Der antizyklische Durchhaltewille wurde belohnt.
Wichtig aber auch:
nicht der Versuchung verfallen, die Zukäufe auf die besonders stark eingebrochenen Titel zu beschränken, sondern man soll sich eisern an einer breiten Diversifikation der Anlagen halten.
Einzelne Unternehmen können in schweren Krisen untergehen, ein gut diversifiziertes Portfolio von Qualitätsaktien aber nicht.
Bottom line:
antizyklisches Anlegen in Krisenzeiten erfordert neben einer Portion Mut v.a. auch ein erforderliches Liquiditätspolster, das zur längerfristigen Verfügung steht.
Es ist deshalb kein Zufall, dass sich in Börsenbaissen leichter Verkäufer finden, die sich Sorgen um die Zukunft machen, als auf Anlage wartende antizyklische Investoren.
Doch diese werden für ihren Mut belohnt, denn sich machen ihre erlittenen Verluste in der Zeit nach einer grossen Krise rasch wieder wett (einzige Ausnahme: grosse Depression in den 1930er)
Wichtig auch im Zusammenhang mit Baissen:
in den Zeiten grösster Unsicherheit und Panik fallen jeweils nicht nur zahlreiche extrem schlechte Börsentage, sondern auch einige extrem gute.
"an der Börse neigen Anleger zu kurzen Anlagehorizonte, Häuser dagegen kaufen sie mit einem Anlagehorizont von 30 Jahren und mehr"
Warren Buffet
heute noch sehr präsent ist mir, dass ich während der Finanzkrise 2008/2009 insgesamt 6x Liquidität in meine Wertpapierportfolios geschüttet habe, um nach Rückschlägen meine bestehenden Aktienpositionen aufzustocken und neue dazuzukaufen.
Zum Zeitpunkt der Käufe war dies stets zu früh, denn die Baisse nahm kein Ende.
Aber ich liess nicht locker und verlor den Mut nicht. Ich hielt mich konsequent an mein Mottto: irgendwann wird der "Turnaround" einsetzen und die Aktien werden sich fulminant erholen.
Oder aber die Welt geht tatsächlich unter - aber dann spielt es definitiv auch keine Rolle mehr, ob ich nun Aktien, Cash oder Gold halte.
Die letzten Aufstockungen nahm ich Anfang März 2009 vor, als die Anspannung der Finanzkrise auf dem Siedepunkt war.
In dieser kollektiven Depression fallen Aktienmärkte längst nciht mehr, weil es neue Hiobsbotschaften gibt.
Sie fallen v.a. deshalb, weil die Leute fürchten, die Aktienmärkte würden auch am nächsten Tag weiter fallen, weshalb sie in Panik verkaufen.
Solche Kettenreaktionen, die kaskadenartig enorme Verwerfungen auslösen, führen schliesslich zu einem selbstzerstörerischen Prozess, einem "circulus vitiosus".
Die grösste Gefahr, dass wir ins Elend stürzen, ist bekanntlich die, dass wir glauben, ins Elend zu stürzen.
Wenn dann das Vertrauen der Investoren wegbricht, so brechen die Dämme wie von selbst.
In solchen Zeiten setzt der Verstand vieler Menschen aus und sie sehen nur noch schwarz (teilweise auch um Mitte März 2020 herum)
Der Tiefpunkt der Börsen, die sich innerhalb von rund 18 Monaten etwa halbiert haben, wurde bekanntlich am 9.3.2009 erreicht.
Obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt rund 25% an neuen Mitteln in meine Portfolios geschüttet hatte, war dieses auf dem Tiefpunkt weniger wert als zu Beginn der Krise...
Eine ziemlich frustrierende Erfahrung, zumal ich ausschliesslich in Aktien bester Qualität investierte.
Doch vom 9.3.2009 an ging es steil nach oben.
Der antizyklische Durchhaltewille wurde belohnt.
Wichtig aber auch:
nicht der Versuchung verfallen, die Zukäufe auf die besonders stark eingebrochenen Titel zu beschränken, sondern man soll sich eisern an einer breiten Diversifikation der Anlagen halten.
Einzelne Unternehmen können in schweren Krisen untergehen, ein gut diversifiziertes Portfolio von Qualitätsaktien aber nicht.
Bottom line:
antizyklisches Anlegen in Krisenzeiten erfordert neben einer Portion Mut v.a. auch ein erforderliches Liquiditätspolster, das zur längerfristigen Verfügung steht.
Es ist deshalb kein Zufall, dass sich in Börsenbaissen leichter Verkäufer finden, die sich Sorgen um die Zukunft machen, als auf Anlage wartende antizyklische Investoren.
Doch diese werden für ihren Mut belohnt, denn sich machen ihre erlittenen Verluste in der Zeit nach einer grossen Krise rasch wieder wett (einzige Ausnahme: grosse Depression in den 1930er)
Wichtig auch im Zusammenhang mit Baissen:
in den Zeiten grösster Unsicherheit und Panik fallen jeweils nicht nur zahlreiche extrem schlechte Börsentage, sondern auch einige extrem gute.
"an der Börse neigen Anleger zu kurzen Anlagehorizonte, Häuser dagegen kaufen sie mit einem Anlagehorizont von 30 Jahren und mehr"
Warren Buffet