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Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland
WKN:
#1
Notiz 

Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

Man kann nicht behaupten das alles was Trump gemacht hat gut gewesen wäre.

So wurden einige chinesische Firmen die "das chinesische Millitär unterstützen" auf eine Blackliste gesetzt und die Handelbarkeit eingeschränkt.

Soweit so gut. Sollen die Amis machen was sie wollen, könnte man denken.
Komischerweise haben aber einige deutsche Broker und deutsche Handelsplätze diese Gesetze übernommen.

Ich bin selber über CRRC, Xiaomi und China Mobile betroffen. Nachkaufen geht aktuell nicht mehr und in einem Jahr kann ich sie auch nicht mehr verkaufen.

12 Tage NACH (!) den ersten Handelsbeschränkungen hat sich nur auch mein Broker Onvista gemeldet:

Zitat:Frankfurt am Main, im Januar 2021

US-Sanktionen im Zusammenhang mit der Finanzierung chinesischer Militärunternehmen
(„Chinese Military Companies“)

Sehr geehrte Damen und Herren,

entsprechend der Verordnung 13959 („Executive Order 13959“) unter dem Chinese Military Companies Sanktions-Programm der US-Behörde Office of Foreign Assets Control (OFAC) des Finanzministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika vom 12. November 2020 sind für US-Personen seit dem 11. Januar 2021 nur noch bestimmte Transaktionen in den durch das Sanktions-Programm betroffenen öffentlich handelbaren Wertpapieren erlaubt.

Aufgrund dieser US-Sanktionen ist die Handelbarkeit der Wertpapiere bereits eingeschränkt. Die onvista bank – eine Marke der Commerzbank AG - weist ihre Kunden daher hiermit darauf hin, dass sie seit dem 11. Januar 2021 entsprechende Kaufaufträge ihrer Kunden weder entgegen nimmt noch ausführen wird.

Insofern Sie solche Wertpapiere, die von der US Sanktion betroffen sind, in Ihrem Depot-Bestand haben, ist es für Sie daher zudem maßgeblich ob Sie eine US-Person oder Nicht-US-Person sind. Eine Übersicht der betroffenen Wertpapiere finden Sie hier:

https://www.onvista-bank.de/files/dokume...odukte.pdf

US-Personen sind Personen mit Sitz und Aufenthalt in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie US-amerikanische natürliche und juristische Personen (Banken, Unternehmen, etc.) unabhängig des Aufenthaltsorts. Zusätzlich gelten auch Green-Card Inhaber unabhängig ihres Aufenthaltsorts als USPerson. Die offizielle Definition der “US Person” findet sich in Section 4 (f) der Executive Order 13959:

the term “United States person” means any United States citizen, permanent resident alien, entity organized under the laws of the United States or any jurisdiction within the United States (including foreign branches), or any person in the United States.

Sind Sie eine US-Person, dann dürfen Sie nach dem 11. November 2021, 23:59 Uhr (Eastern Standard Time) keine entsprechenden Wertpapier-Bestände mehr haben. Sie sollten uns daher bis spätestens zum 04. November 2021 (Handelsschluss) einen Verkaufsauftrag an eine Nicht-US-Person erteilen. Danach können wir für Sie weder Verkaufsaufträge noch Depotüberträge ausführen.


Sind Sie eine Nicht-US-Person, sollten Sie bedenken, dass die Handelbarkeit Ihrer Wertpapiere bereits jetzt und in Zukunft möglicherweise erheblich eingeschränkt wird, was sich negativ auf den Preis und die Veräußerbarkeit Ihrer Wertpapiere auswirken kann. Sollten Sie sich entscheiden, Ihre Position(en) abzuwickeln, beachten Sie bitte, dass es bereits jetzt zu Einschränkungen in der Handelbarkeit kommt.
Bitte beachten Sie ferner, die betroffenen Gattungen seit dem 11. Januar 2021 nicht an eine US-Person veräußert werden dürfen.
Wir bitten Sie, sich darüber hinaus auf den Websites des OFAC zu weiteren Einzelheiten der USRestriktionen zu informieren.

Bitte beachten Sie auch, dass das OFAC jederzeit neue Sanktionen verordnen oder bestehende Sanktionen erweitern kann.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team der onvista bank

Weitere Infos sind hier gut zusammen gefasst.

https://aktienfinder.net/blog/china-akti...ktionaere/
#2

RE: Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

Habe zwar nur Nio, JD.com und Alibaba, aber ich werde die Onvista-Bank mal anschreiben und ihr in Aussicht stellen, dass ich mein Depot umziehen werde, wenn sie keine ausreichende Begründung für ihr Verhalten liefern können.

In den Kommentaren beim Aktienfinder wurde Tiger Brokers aus Singapur genannt, wo man offenbar recht einfach ein Depot eröffnen kann. Hab's mir aber noch nicht angeschaut.
#3
Notiz 

RE: Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

(23.01.2021, 13:09)Vahana schrieb: Komischerweise haben aber einige deutsche Broker und deutsche Handelsplätze diese Gesetze übernommen.

Wo / an welcher Börse sind die Aktien gelistet? In Deutschland oder in den USA? Wenn die in Deutschland gelistet
sind dürfte das nur US-Bürger betreffen. Wenn die Aktien in USA gelistet sind und nur über einen deutschen Handelsplatz
gekauft werden können dann sind sie den Vorgaben der entsprechenden US-Börsen unterworfen und können auch
nichts machen.

Früher habe ich z.B. in USA gelistete Aktien über den Berliner Handelsplatz gekauft - die hatten sich damals soweit ich
mich erinnere darauf spezialisiert - aber die Aktien waren in den USA und nicht in Deutschland gelistet und dann auch
den dortigen Regeln unterworfen.

Ist halt auch die Frage wie das Volumen Deiner Aktien an den Handelsplätzen in USA / Deutschland aussieht und ob
es ohne USA überhaupt noch einen Handel geben kann. Oder ob die deutschen Broker das nur machen damit sie
nicht selber sanktioniert werden können.

Ich tippe am ehesten auf das Problem an welcher Börse die Aktien tatsächlich gelistet sind.

__________________
#4
Notiz 

RE: Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

Eine ausreichende Begründung wirst du nicht bekommen.
Es sind so viele deutsche Broker das man davon ausgehen muss, dass es eine indirekte Zwangsmaßnahme ist.

Nur zum Spaß machen die das ganz sicher nicht.

__________________
Reiner Satire Account ohne rechtliche Verwertbarkeit
#5

RE: Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

Nio, JD.com und BABA sind ja ADRs, d.h. Hauptnotierung an amerikanischer Börse.

Wenn es sich um ADRs handelt, dann wirken sich nach der Theorie also US-Verbote auch auf die Handelbarkeit in D aus, obwohl die ADRs auch an deutschen Börsen gelistet sind?
#6
Notiz 

RE: Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

(23.01.2021, 13:58)boersenkater schrieb: Wo / an welcher Börse sind die Aktien gelistet?

Hier die Listings:

Hangzhou Hikvision Digital Technology A CNE100000PM8
Advanced Micro-Fabrication Equipment A CNE100003MM9
China National Chemical Engineering A CNE100000KC0
China Nuclear Engineering & Construction A CNE100002896
China Shipbuilding lndustry Corporation CNE100000J75
China Spacesat A CNE000000SM3
China United Network Communications A CNE000001CS2
Dawning Information lndustry Co (Sugon) CNE100001TW7
China Communications Construction H CNE1000002F5
China Mobile Communications Group HK0941009539
China Railway Construction H CNE100000981
China Telecommunications Corp. CNE1000002V2
CRRC Corporation H CNE100000BG0
Semiconductor Manufacturing Int. H KYG8020E1199
Xiaomi Corporation KYG9830T1067

Die Börse wo die gelistet sind spielt keine Rolle.

__________________
Reiner Satire Account ohne rechtliche Verwertbarkeit
#7
Notiz 

RE: Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

(23.01.2021, 13:48)Golvellius schrieb: ----

In den Kommentaren beim Aktienfinder wurde Tiger Brokers aus Singapur genannt, wo man offenbar recht einfach ein Depot eröffnen kann. Hab's mir aber noch nicht angeschaut.

Ein Ankeraktionaer bei Tiger Brokers ist Interactive Brokers.
In dem Fall kannst du von ausgehen dass IB technischer/strategischer Partner ist. War glaube ich IBs strategische Idee von dort den asiatischen/chinesischen Markt zu bedienen...
Gibt auch reine SG Broker (Poems, etc) aber die liegen Fee-maessig schon ziemlich an der Schmerzgrenze...wobei wer bisher mit deutschem Broker international handelt ist ja ziemlich schmerzfrei Irony Irony Biggrin
#8
Notiz 

RE: Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

(23.01.2021, 13:58)Vahana schrieb: Eine ausreichende Begründung wirst du nicht bekommen.
Es sind so viele deutsche Broker das man davon ausgehen muss, dass es eine indirekte Zwangsmaßnahme ist.

Nur zum Spaß machen die das ganz sicher nicht.

Ich hoffe mal, dass Biden diesen Unsinn auch wieder rückgängig macht. Jetzt stelle man sich mal vor, dass so etwas Schule macht, dann dürften wir auch bald keine US Aktien mehr handeln, und etliche große deutsche Firmen wären auch betroffen..
#9
Notiz 

RE: Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

(23.01.2021, 14:09)Vahana schrieb: Hier die Listings:

Hangzhou Hikvision Digital Technology A CNE100000PM8
Advanced Micro-Fabrication Equipment A CNE100003MM9
China National Chemical Engineering A CNE100000KC0
China Nuclear Engineering & Construction A CNE100002896
China Shipbuilding lndustry Corporation CNE100000J75
China Spacesat A CNE000000SM3
China United Network Communications A CNE000001CS2
Dawning Information lndustry Co (Sugon) CNE100001TW7
China Communications Construction H CNE1000002F5
China Mobile Communications Group HK0941009539
China Railway Construction H CNE100000981
China Telecommunications Corp. CNE1000002V2
CRRC Corporation H CNE100000BG0
Semiconductor Manufacturing Int. H KYG8020E1199
Xiaomi Corporation KYG9830T1067

Die Börse wo die gelistet sind spielt keine Rolle.


Wenn die an deutschen Handelsplätzen gehandelten Aktien tatsächlich an US-Börsen gelistet sind
und dort nicht mehr gehandelt werden können/dürfen könnte das schon eine Rolle spielen.

__________________
#10
Notiz 

RE: Handelsverbot für China Aktien ... auch in Deutschland

(23.01.2021, 14:12)Ste Fan schrieb: Ein Ankeraktionaer bei Tiger Brokers ist Interactive Brokers.
In dem Fall kannst du von ausgehen dass IB technischer/strategischer Partner ist. War glaube ich IBs strategische Idee von dort den asiatischen/chinesischen Markt zu bedienen...
Gibt auch reine SG Broker (Poems, etc) aber die liegen Fee-maessig schon ziemlich an der Schmerzgrenze...wobei wer bisher mit deutschem Broker international handelt ist ja ziemlich schmerzfrei Irony Irony Biggrin

Die Fees bei Onvista/ING (wo ich meine beiden Depots habe) sind nicht geil, das stimmt. Kaufe aber auch die ausländischen Aktien fast ausschließlich bei Tradegate und mache außerdem im Wesentlichen BnH, deswegen war es für mich OK bisher. Wäre dieser aktuelle Affentanz bei IB nicht, hätte ich vielleicht auch schon ein Konto dort eröffnet.

Zum Thema: ich werde glaube ich einfach mal abwarten, ob sich die Situation unter Biden verschlimmert. Falls ja, kann man immer noch tätig werden.


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