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Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?
#61

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

Oder die Graphik ist BS, weshalb da auch die ausgewerteten Daten nicht näher dargelegt werden.

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Hat sich erledigt. 
#62
Notiz 

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

(16.02.2020, 19:48)Mr. Passiv schrieb: Oder die Graphik ist BS, weshalb da auch die ausgewerteten Daten nicht näher dargelegt werden.

Für die tiefere Einsicht

http://www.oecd.org/social/broken-elevat...085-en.htm

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#63
Notiz 

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

(16.02.2020, 19:21)cubanpete schrieb: Nein, eben nicht. Wegen der Regeln kaufen sie die Highflyer wenn es rauf geht und verkaufen diese wieder wenn es runter geht, Reflexivity eben. Das machen sie auch wenn die Anleger keinen einzigen Anteil verkaufen. Sie müssen das sogar tun, weil es die Regeln so bestimmen. Deshalb mein Ausdruck "automatisch zittrige Hände".

Wie gesagt, wir haben das noch nie gesehen, aber ich denke ein B&H Anleger in Einzeltiteln wird besser dastehen, weil er zwar den ganzen Verlust mitmacht (machen die ETF vielleicht nicht) aber auch die ganze Erholung geniesst (machen die ETF definitiv nicht).

Genau das ist schwierig zu verstehen und viele sogenannte Finanzprofis wollen auch gar nicht dass die Leute das verstehen. Sie verkaufen die ETF schliesslich mit Argumenten die genau das Gegenteil sagen.
Ich verstehe Deine Argumentation nach wie vor nicht. Weshalb genau (wegen welcher "Regeln"?) muss ein ETF bei sinkenden Kursen Aktienverkaufen??? Ich behaupte jetzt mal: gar nicht. Verkauft oder gekauft werden muss, wenn sich die Indexzusammensetzung ändert (was natürlich ab und zu der Fall ist, aber rein nichts mit Deiner Behauptung zu tun hat), oder natürlich, wenn neue Anteile ausgegeben werden (das ist wohl auch nicht Dein Punkt). Dem ETF ist die Höhe des Index prinzipiell absolut egal (dem Anleger natürlich nicht, weil die definiert ja den Wert des ETF-Anteils). Ich lasse hier technische Kinkerlitzchen weg (z. B. physische vs. Swap-Reduplikation oder Sampling bei Indizes mit sehr vielen Titeln), denn auch das hat null und nichts mit Deiner Behauptung zu tun.

Hast Du eine aussagekräftige Quelle für Deine Behauptung?

Was gerade im Crash theoretisch passieren könnte, wäre Folgendes: Ein ETF sinkt in einem Crash sogar noch unter den Index, dann nämlich, wenn "zu wenige" Käufer überhaupt noch den fraglichen ETF kaufen wollen, d. h. wenn ein Disagio entsteht (=etwas wird tiefer gehandelt als sein eindeutig feststellbarer Wert). Das ist 2015 mal an der NYSE passiert und gilt als börslicher Betriebsunfall. Dass so etwas länger als (eher Minuten denn Tage) anhält, ist nicht denkbar, da ja sonst bequem risikoloser Profit möglich wäre, was an der Börse verdammt selten der Fall ist.

Die ETF-Kosten müssen von den Anbietern exakt ausgewiesen werden (das so genannte Total Expense Ratio [TER]). Bei hinreichend normalen ETFs (Nachbildung gängiger Indizes sind TER um 0,2 bis 0,4% üblich. Es gibt aktiv gemanagte Fonds, die 2% bis sagenhafte 5% kosten! Dann muss der Supermanager im Schnitt 9% bis 12% Rendite pro Jahr hinballern, nur um den MSCI-World-Mehrjahresschnitt zu erreichen. Suche den Fehler.

Lg X.
#64
Notiz 

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

Natürlich habe ich eine aussagekräftige Quelle für meine "Behauptung" (warum so aggressiv?). Schau Dir einfach z.B. die Regel für einen der am häufigsten verwendeten Indize an, den SP500. Hier kannst Du das nachlesen. Konzentriere Dich auf den Teil "float adjusted market capitalization".

Das bedeutet genau dass der Anteil an einer Firma im SP500 vom Aktienkapital abhängt, das sich natürlich jeden Tag ändert. Der Index wird alle drei Monate entsprechend angepasst. Um den Index nachzubilden muss man also zwingend alle drei Monate umschichten.

Steigt das Marktkapital relativ zu den anderen Firmen muss zugekauft werden, sinkt es muss verkauft werden. Wenn z.B. in einem Crash ein Highflyer 80% verliert, ein defensiver Titel aber nur 10% so wird entsprechend der Highflyer verkauft und der defensive Titel gekauft.

Das ganze ist im Index ja nur eine Zahlenspielerei, der Index misst die Aktien. Aber dank der vielen ETF wird diese Spielerei, diese "Messung" eben jetzt auch in Trades umgesetzt. Die Messung beeinflusst das zu Messende, das typische Beispiel von Soros.

Schreibe ich wirklich so schlecht oder ist das so schwer zu verstehen? Ein Index ETF muss die Regeln des Index befolgen und das bedeutet bei den ganz grossen er muss umschichten. Er muss also handeln auch wenn keine Anteile gekauft oder verkauft werden.
#65
Notiz 

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

Also, ich verstehe cubanpete 100%, zumidest wenn es um die fachliche Expertise geht.

Wenn es um Moral und Ethik geht, dann liegen wir weit auseinander.

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#66
Notiz 

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

(17.02.2020, 03:47)cubanpete schrieb: Steigt das Marktkapital relativ zu den anderen Firmen muss zugekauft werden, sinkt es muss verkauft werden. Wenn z.B. in einem Crash ein Highflyer 80% verliert, ein defensiver Titel aber nur 10% so wird entsprechend der Highflyer verkauft und der defensive Titel gekauft.

Ob ich es richtig verstehe bzw. rechne:
Sagen wir ETF hat Kapitalisierung von 100 mio.
Aktie A hat Anteil von 1% (1 Mio), jetzt steigt der Kurs um 100%.
Es sind 2 Mio im ETF von Aktie A, ETF hat jetzt Kapitalisierung von 101 Mio, der Anteil der Aktie A muss 2% sein, aber es sind jetzt nur 1,98% (2/101) -> er muss nachkaufen um 2% zu haben.

Wenn der Kurs aber nicht gestiegen, sondern um 50% gefallen ist, hat ETF 50 Mio von der Aktie A, muss 0,5% haben, hat aber 0,5025% (0,5/99,5) ->er muss verkaufen um 0,5% zu haben.

@cubanpete: habe ich es richtig verstanden ?
#67
Notiz 

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

(16.02.2020, 19:21)cubanpete schrieb: Wie gesagt, wir haben das noch nie gesehen, aber ich denke ein B&H Anleger in Einzeltiteln wird besser dastehen, weil er zwar den ganzen Verlust mitmacht (machen die ETF vielleicht nicht) aber auch die ganze Erholung geniesst (machen die ETF definitiv nicht).

Warum soll es im ETF anders sein, als wenn ich die Aktie direkt halte?
Sie bleibt ja im ETF auch bei einem Crash, nur ihr Anteil verringert sich, genau so wie in meinem Einzelaktien Portfolio.
Wenn die Aktie dann seigt, steigt sie im ETF genau so wie in meinem Einzelaktien Portfolio. Ich sehe da keinen Unterschied.
#68

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

Ich glaube wir reden gerade über 2 Themen, der ETF muß vierteljährlich die sich ändernde Indexgewichtung der Aktien im Index nachvollziehen, der Crash ist eine andere Geschichte wo der ETF über den gesamten Index hinweg Aktien verkaufen muß wenn Kunden ihren ETF an den Ausgebenden zurück verkaufen und damit die Anzahl der Stücke des ETF sinkt.

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#69
Notiz 

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

Ich gehe in meinem Beispiel vor, als ob Kunden des ETFs keine Anteile verkaufen und kaufen.
#70

RE: Der Aktienmarkt ist kein Nullsummenspiel!?

Von Cubanpete: "Schreibe ich wirklich so schlecht oder ist das so schwer zu verstehen? Ein Index ETF muss die Regeln des Index befolgen und das bedeutet bei den ganz grossen er muss umschichten. Er muss also handeln auch wenn keine Anteile gekauft oder verkauft werden. "

Hast du da ne logische Begründung für deine Aussage?
Durch die Kurssteigerungen/Verlierer ändert sich doch auch der Wert des Index. Sollte da nicht eher automatisch alles beim Alten bleiben?

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Hat sich erledigt. 


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