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Normale Version: Wann aussteigen?
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Ich nehme mal folgenden Artikel zum Anlass einer Diskussion über den Ausstieg einer Position (hoffe ich verstosse hier nicht gegen Forenregeln wegen Verlinkung auf Fremdseiten):
https://www.godmode-trader.de/artikel/wa...st,6791272

Ich kenne zwar die gängigen Regeln um Risiko- und Moneymanagement, muss aber zugeben daß es mir persönlich sehr schwer fällt meine zuvor gesteckten Ausstiegkurse im Verlust zu begrenzen. Wahrscheinlich liegt es daran, schon oft im Realtimechart zugesehen zu haben wie der Kurs nach Berührung meines Stopps plötzlich in die Gegenrichtung dreht und sogar kurzfristige Kursverluste wieder mehr als gut macht. Aus diesem Grund schicke ich schon lange keine Stopp-Orders mehr an meinen Broker, sondern behalte den entsprechenden Kurs so gut es geht im Auge und reagiere notfalls manuell. Dann aber manchmal zu spät, in Hoffnung das wird schon wieder. Eine Schwäche, welche ich bis heute nicht abstellen konnte. Es wäre wahrscheinlich wirklich besser einen fixen Not-Stopp zu setzen, wenn auch etwas weiter weg. Umgekehrt realisiere ich Gewinne meist zu früh.
Von daher kann ich zumindest für mich behaupten, daß Börsenerfolg tatsächlich ganz viel mit der eigenen Psyche zu tun hat. Es ist doch im Grunde ein Casino, welches nahezu rund um die Uhr geöffnet hat. Ob Bullen- oder Bärenmarkt, liest man die Tagesnachrichten geht es heute Hüa und morgen Hot. Einsteigen kann man immer und zu jeder Zeit. Aber erst beim Ausstieg wird Gewinn/Verlust realisiert. Deshalb meine Frage in die Runde, wie sehen eure Exit-Strategien aus?
Ich steige nur aus, wenn ich einen angemessenen Gewinn erzielen kann. Gute Aktien kann man auch liegen lassen.
wie definierst du denn "angemessen"?
... was ne Frage an einen, der bei der Möglichkeit auf Gewinne aussteigt.

SG
(14.01.2019, 20:53)Ca$hmandt schrieb: [ -> ]wie definierst du denn "angemessen"?

2,6% pro Monat bzw. 5% pro Jahr. Historisch machen deutsche Aktien ca. 9% p.A.
 
Siehe hier: https://de.statista.com/statistik/daten/...tedreieck/
Die Antwort: kommt drauf an. In den meisten meiner Strategien mache ich was Ed Seykota sagt: 

Zitat:What do we do when we catch a trend, honey?

What do we do when we catch a trend, babe?

What do we do when we catch a trend?

We ride that trend right to the end.

—Ed Seykota, “The Whipsaw Song”

Also einfach so lange wie möglich halten. Erst wenn es eindeutig vorbei ist weg damit. Allerdings muss unmissverständlich und vor allem zum Voraus klar sein unter welchen Umstanden es eindeutig vorbei ist.

Dann ist da meine Altersvorsorge, die DGI Strategie. Dort verkaufe ich komplett wenn ich zwei Jahre lang nicht kaufen würde oder teilweise wenn sich der Preis 25% vom Durchschnitt aller Positionen verbessert.

Ist eigentlich egal welche Methode man wählt... so lange man eine Methode hat. Es erstaunt mich nicht dass das meiste Geld beim Verkauf verloren wird. Man kann nicht objektiv urteilen wenn man eine Position hat. Man muss schon vorher unmissverständliche Kriterien festlegen wann man wie viel verkaufen wird.

Wenn einem die Fetzen um die Ohren fliegen oder in der Euphorie des Gewinnens bzw. im Schmerz des Verlustes kann man keine guten Entscheidungen mehr treffen.

F.I.A.S.C.O.

(14.01.2019, 20:46)EMEUV schrieb: [ -> ]Ich steige nur aus, wenn ich einen angemessenen Gewinn erzielen kann. Gute Aktien kann man auch liegen lassen.


wie definierst du "gut" ?
(14.01.2019, 21:04)EMEUV schrieb: [ -> ]
(14.01.2019, 20:53)Ca$hmandt schrieb: [ -> ]wie definierst du denn "angemessen"?

2,6% pro Monat bzw. 5% pro Jahr. Historisch machen deutsche Aktien ca. 9% p.A.
 
Siehe hier: https://de.statista.com/statistik/daten/...tedreieck/

Kann ich nachvollziehen, denn auch ohne dem Folgelink nachgegangen zu sein: Mir geht es auch vorallem um Kaufkrafterhalt nach Inflation, Kosten und Steuern, genau deshalb verkaufte ich vergangenheit auch Aktien, welche im nachhinein noch viel weiter gelaufen waren...
(14.01.2019, 21:11)F.I.A.S.C.O. schrieb: [ -> ]
(14.01.2019, 20:46)EMEUV schrieb: [ -> ]Ich steige nur aus, wenn ich einen angemessenen Gewinn erzielen kann. Gute Aktien kann man auch liegen lassen.


wie definierst du "gut" ?

Mangel anderer Kriterien, deutsche Aktien mit einer hohen Marktkapitalisierung.
Und hoch ist definiert als ... höher als Mittel .. ok.. verstehe ich :-)
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