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Normale Version: Baufinanzierung
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Von Zinswende keine Spur

Der Zinssatz entscheidet über die Finanzierungskosten bei Hauskauf oder -bau. Viele, die mit einer Immobilie liebäugeln, fürchten einen Zinsanstieg und steigende, untragbare Kreditraten. Diese Sorgen sind übertrieben.

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Nur sehr lange Laufzeiten teurer als zwei Prozent

Doch wie teuer kommt ein Darlehen derzeit? Wer 40 Prozent Eigenkapital mitbringt und in hippen Hamburger Stadtteilen wie etwa St. Georg eine Eigentumswohnung für um die halbe Million Euro kaufen will, der zahlt auf ein Musterdarlehen über 300.000 Euro und 15 Jahre Laufzeit etwa 1,7 Prozent an jährlichem Zins bei drei Prozent jährlicher Tilgung. Für die kleine Eigentumswohnung in Berlin-Charlottenburg legen Käufer mit 75.000 Euro Eigenkapital und einem Darlehen über 200.000 Euro mit zehn Jahren Laufzeit rund 1,5 Prozent an Zins hin, wenn sie ebenfalls drei Prozent tilgen. Ein Darlehen über eine Million Euro für das 1,8 Millionen Euro teure Haus in München-Bogenhausen kostet bei 25 Jahren Laufzeit und drei Prozent Tilgung um die 2,4 Prozent Zins.

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https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/...35586.html
Was das Baukindergeld wirklich bringt

Der Staat bezuschusst den Immobilienkauf. Familien bekommen 12.000 Euro pro Kind, gestreckt über zehn Jahre. Das hilft im Immobilienboom etwas weiter. Doch längst nicht jede Familie hat Anspruch darauf.

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https://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/...28132.html

ChiefWiggum

(10.01.2019, 00:27)Ca$hmandt schrieb: [ -> ]Was das Baukindergeld wirklich bringt

Der Staat bezuschusst den Immobilienkauf. Familien bekommen 12.000 Euro pro Kind, gestreckt über zehn Jahre. Das hilft im Immobilienboom etwas weiter. Doch längst nicht jede Familie hat Anspruch darauf.

Wieder ein Mist den die Regierung verzapft hat und das bei dem Boom...den Zinsen Bang  Bang  Bang
(10.01.2019, 00:21)Ca$hmandt schrieb: [ -> ]Diese Sorgen sind übertrieben.

Wenn so ein Tenor in der allgemeinen Presse durchschlägt, muss man sich anfangen Sorgen zu machen.

Heutzutage finanziert sich jeder "Normalverdiener" sein Häusle fast ohne Eigenkapital über die Bank.
Kauft dabei überteuerte Immobilien an, die schon annähernd nach Blase riechen.
Zinsbindung: Egal; Kleingedrucktes: Noch egaler.

Das lief jetzt jahrelang so. Die Blase ist gefüttert, jetzt fehlt nur noch die kleine Nadel zum anstechen.
(10.01.2019, 14:37)Vahana schrieb: [ -> ]Zinsbindung: Egal; Kleingedrucktes: Noch egaler.

Das lief jetzt jahrelang so. Die Blase ist gefüttert, jetzt fehlt nur noch die kleine Nadel zum anstechen.

Wird sehr oft so beschrieben.

Ich habe da andere Erfahrungen gemacht, das kann aber auch an den niedrigeren Kosten hier im Norden liegen, 
die meisten die in den letzten paar Jahren gebaut haben, haben das via endfälliger Vollfinanzierung gemacht - sprich sie
haben ein paar Prozentpunkte mehr in Kauf genommen und dann so finanziert, das sie am Ende der 20 bis 30
Jahren auf 0 stehen. In Summe kann ich das über ca. 15 Häuslebauer sagen - nicht sonderlich repräsentativ,
aber was die so von sich geben, scheinen das wohl auch die meisten Banken wider Erwarten empfohlen
zu haben.
Wenn du in einer Niedrigzinzphase eine längere Zinsbindungsdauer vereinbarst, dann ist das vertraglich auch immer gebunden an "normale Marktverhältnisse".
Das heißt wenn die Zinsen nun in einem markt-unüblichen Maße ansteigen kann die Bank durch das Kleingedruckte die Zinsen trotzdem anheben.

Die Banken sichern sich selbst gegen steigende Zinsen ab. Das funktioniert aber nur bis zu einem gewissen Punkt.
Auerdem bezahlen die Kunden das Risko der längeren Zinsbindung ja durch die höheren Zinsen mit. Die Bank gewinnt immer.

Bei Erwerb der Immobilie bezahlst du in der Regel dann den Aufschlag für den Niedrigzins (Angebot & Nachfrage; Niedrige Zinsen = Höherer Kaufpreis) und hast dann trotzdem ein (Rest-)Risiko bei Zinsaufschlägen.
Solange alles in normalen Bahnen läuft, wie derzeit bei deinen 15 Häuslebauern, ist das kein Problem. Nur wenn der Zinsmarkt verzerrt, dann kann man der angeschissene sein.

Eigentlich ist es finanziell und vom Risiko her besser wenn man in einer höheren Zinsphase mit mehr Eigenkapital kauft. Aber wer macht das schon?

Ich persönlich glaube nicht daran das die Zinsen nochmal so hoch sind wie vor >10 Jahren. Allerdings kann man es nie so genau wissen.

Normalerweise bräuchte man da nicht drüber zu diskutieren, allerdings finde ich es in letzter Zeit sehr auffällig dass immer mehr Leute mit geringerem Einkommen sich Immobilien zulegen und auch nicht unbedingt auf den Kaufpreis in Relation zum Einkommen achten.
In solchen Momenten sagt mir mein Bauchgefühl das dort etwas nicht stimmt.
(10.01.2019, 15:24)Vahana schrieb: [ -> ]Wenn du in einer Niedrigzinzphase eine längere Zinsbindungsdauer vereinbarst, dann ist das vertraglich auch immer gebunden an "normale Marktverhältnisse".
Das heißt wenn die Zinsen nun in einem markt-unüblichen Maße ansteigen kann die Bank durch das Kleingedruckte die Zinsen trotzdem anheben......

........Normalerweise bräuchte man da nicht drüber zu diskutieren, allerdings finde ich es in letzter Zeit sehr auffällig dass immer mehr Leute mit geringerem Einkommen sich Immobilien zulegen und auch nicht unbedingt auf den Kaufpreis in Relation zum Einkommen achten.
In solchen Momenten sagt mir mein Bauchgefühl das dort etwas nicht stimmt.

Hm, also ich habe bis vor ca. 10 Jahren noch einiges an Hausfinanzierungen gehabt, ich habe das Kleingedruckte auch gelesen,
wenn ich einen fixen Zinssatz vereinbart habe, dann war der auch fix. Die Bank hat sich nicht versucht Hintertürchen zu öffnen
und soweit ich weiss finanzieren die solche Verträge wie in meinem Fall dann ebenso durch.....so zumindest meine Erfahrung.
Will es aber nicht ausschliessen....das es in manchen Fällen wie von dir geschildert gehandhabt wird - ist sicher auch 
Verhandlungssache dann.

Beim zweiten Punkt geht es mir eben genauso, wenn ich die dahinter stehenden Einkommen sehe und die Größe
der Häuser weiss ich das das nicht funktionieren kann...eigentlich...im Normalfall.... Rolleyes
(10.01.2019, 15:31)fahri schrieb: [ -> ]Die Bank hat sich nicht versucht Hintertürchen zu öffnen

Wenn es so sein sollte, dann ist es ja mal ein positiver Fall für den Kunden.

Banker

(10.01.2019, 14:37)Vahana schrieb: [ -> ]Heutzutage finanziert sich jeder "Normalverdiener" sein Häusle fast ohne Eigenkapital über die Bank.
Kauft dabei überteuerte Immobilien an, die schon annähernd nach Blase riechen.
Zinsbindung: Egal; Kleingedrucktes: Noch egaler.

Ohne Eigenkapital, ja. Überteuert, ja. Blase, weiß nicht.

Zinsbindung egal, nein. Kunden achten schon auf eine lange Zinsbindung. Bei vielen informierten Kunden hat sich rumgesprochen, dass die niedrigen Zinsen langfristig gesichert werden sollten. Baufinanzierungsgeschäft ist kein Mitnahmegeschäft für Kunden wie die Fernseherfinanzierung im Media Markt. Über Baufinanzierungen macht man sich Gedanken, informiert sich, vergleicht. Kunden vollziehen solche Finanzierungsgeschäft durchaus bewusst.

Kleingedrucktes noch egaler, weiß nicht was du damit meinst.
Mehr Verbraucherschutz als in Deutschland im Privatkundenfinanzierungsgeschäft geht nur noch im Privatkundenwertpapierberatungsgeschäft. Also da kann mans nur noch schlimmer machen.
Tja, was ist eigentlich eine Blase?
Eine allgemeingültige Definition gibt es nicht, aber ich würde behaupten dass ein Indiz dafür ist, dass viele Normalbürger an einer bestimmten Investment teilnehmen.
Sozusagen komprimiertes "Stupid Money" welches in einem Marktsegment unterwegs ist.

Als Daumenregel wurde an verschiedenen Stellen behauptet das die Mieteinnahmen in etwa 15 Jahren eine Immobilie bezahlen müssen um als gesundes Investment zu gelten. Regional sehr unterschiedlich liegen wir derzeit bei 25-30 Jahren.
Mag sein das die Mieten bald steigen um das Verhältnis wieder gerade zu rücken, oder der Marktwert der Immobilie steigt.
Falls nicht, kann man sich sicher sein die Immobilie zu teuer gekauft zu haben.


Zitat:Mehr Verbraucherschutz als in Deutschland im Privatkundenfinanzierungsgeschäft geht nur noch im Privatkundenwertpapierberatungsgeschäft. Also da kann mans nur noch schlimmer machen.

Vielleicht bin ich mit meinen Informationen nicht mehr auf aktuellem Stand. Das mag sein.
Früher war bei längeren Zinslaufzeiten eine Zinsanhebung unter bestimmten Marktvoraussetzungen nicht gänzlich ausgeschlossen.
Damals war es auch sehr empfehlenswert einen Weiterverkauf des Kredites an Dritte auszuschließen um nicht unwissentlich im Karussel der Kreditspekulanten zu laden.

Ich habe 2010 eine Immobilie angeboten bekommen für 150.000€. Ein Notverkauf der über mehrere Monate keinen Abnehmer gefunden hatte.
Den realen Marktwert hätte man mit etwa 200-220.000€ geschätzt. Es war schon damals ein Schnäppchen, aber mit Qual der Wahl eben nicht das einzige Angebot zu der Zeit.
Die selbe Immobilie wurde letztes Jahr für 420.000€ gekauft von einem Hausmeister (verh. & 1 Kind) ohne Eigenkapital.
Und ich kenne den Typen, der kann nicht unbedingt mit Geld umgehen. Aber alle unsere Bekannten meinen "Ja, das hat Hand und Fuß ... besser als Miete zahlen".

Wo ist der Fehler im System? Ist das eurer Meinung nach ein normaler Zustand?
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