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Normale Version: Cash secured Puts verticken
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Mahlzeit,

hab eben mal wieder n bisserl sinnlos im Netz rumgedattelt und frage mich nun, warum ich das nicht mache?! 

Stelle mir das wie folgt vor:
- Aktie suchen, die ich gut, aber zur Zeit zu teuer empfinde (z.B. meine Brookfield Renewable)
- Put drauf schreiben. 
- Sinnlos einfach Kohle einfahren

Gerade der letzte Punkt kommt mir n bisserl komisch/sinnlos einfach vor.

Hat da wer Erfahrungen mit gemacht und kann mir sagen, wo da die Fallstricke sind?
Taugen dazu alle Broker oder hats da abweichende Erfahrungen?

SG
Der Vorteil: der maximale Verlust ist nur hundert Prozent.

Nachteil: wenn Du das als teuer empfindest dann ist es das vielleicht auch. Bei einem riesigen Absturz würdest Du also auch Geld verlieren, Du müsstest dann ja zum Strike kaufen. Das ist der monetäre Verlust. Viel wichtiger dürfte aber der Verlust von Gelegenheit durch Kursanstiege sein. Wenn Du die Firma gut findest dann ist sie vielleicht aus gutem Grund so teuer und kann problemlos noch viel teurer werden. Dann hast Du zwar die Prämie eingesackt, aber musst zuschauen wie Deine Investment Idee super funktioniert hätte.

Gibt viele Leute die so was machen. Gerade wenn die Volatilität so hoch ist wie jetzt gerade ist es vielleicht gar keine so schlechte Idee.
Short Gamma....picking up pennies in front of steam roller...oder wie Cuban sagt: eat like a bird, shit like an elephant. 

Hatten wir mehrfach am AB Board. 

Fazit: Just don't
für buy-write und put-write auf SP500 gibt es Indizes und ETF. Da kannst Du Dir die erreichbare Performance ansehen. Ich hatte damals keinen großen Unterschied zu einer Aktien-Bonds Strategie gesehen.

Das fand ich spannend!! Weiß aber nicht wie ein aktueller Vergleich ausfallen würde...
Der größte Nachteil: Auf die Weise kriegst nur die, die abschmieren. Am Ende des Tages hast du Depot voll mit Verreckern, für die dann doch zu viel gezahlt hast. Und die, die du nicht gekriegt hast, hast du nicht gekriegt, weil sie davon gelaufen sind. Da musst du dich vielleicht dann doch etwas mehr drum kümmern (siehe Bimbes).
Ich persönlich mache das als Beimischung mit nur ganz wenigen Werten aus dem Grund der Diversifizierung bzw. Verringerung der Return-Korrelation. Dann aber in beide Richtungen (Call/Put). Etwas Cashflow zu haben, das man erst im nächsten Jahr versteuern darf, ist ja auch nicht verkehrt.
Tja, so ist halt die Strategie. Beim Ansteigen wirst Du ausgebremst aber die Verluste nimmst Du voll mit. So sieht die Performance des ETF auf den PUT Index aus, Symbol PUTW, gibt es seit 2016:

[Bild: big.chart?nosettings=1&symb=putw&uf=0&ty...mocktick=1]
Kann man schon machen, muss aber wohl ausgefeilt sein.

Darf ich Lesestoff empfehlen?

Peter Putz, Strategisch Investieren mit Aktienoptionen
(08.03.2021, 12:11)Mr. Passiv schrieb: [ -> ]Hat da wer Erfahrungen mit gemacht und kann mir sagen, wo da die Fallstricke sind?

Ich komm alle paar Jahre mal wieder an den Punkt an dem ich mir die Frage stelle "Warum nicht?" und das Ergebnis nach der wieder aufgenommenen Recherche ist immer wieder das Gleiche: Lohnt sich für mich nicht. 

Erst einmal hört sich das super an. Du bist der Versicherer und kassierst die Prämien von jemanden der Angst hat.

Die Nachteile:
Du kannst es nicht bei jedem Broker machen.
Du musst ein Vielfaches der Aktie kaufen. 100 Stück in der Regel.
Jede Menge Kapitalbindung. Missing time in the market.
Es geht nicht mit allen Aktien.
Es gibt ein Emittentenrisiko.
Diese Strategien funktionieren gut und lange, werden aber irgendwann alle paar Jahre von der Realität eingeholt wenn du Vola im Markt die Zertifikate zerfetzt.

Und jetzt der größte Nachteil der auch ein Ausschlusskriterium für mich ist:
Die Renditen sind hier eindeutig ein Maß für das Risiko. Das heißt wenn du eine volatile und risikoreiche Aktie absicherst dann bekommst du zwar hohe Prämien, trägst aber auch das Risiko einer Übernahmepflicht. Genau das sind ja gar nicht die Aktien die wir nicht haben wollen.

Jene Aktien die wir eigentlich haben wollen und nur "zu teuer" sind, die lohnen sich auch nicht für Puts.

Man hat also die Wahl zwischen hoher Prämie und schlechten Aktien, oder niedrigeren Prämien und guten Aktien.

Die besten Prämien bekommst du wenn der Markt Angst hat und volatil ist, aber genau das ist sowieso der Zeitpunkt um die Aktie direkt zu kaufen.

An dem Punkt der Recherche schmeiß ich meist das Handtuch und frag mich warum ich mein Gehirn mit sowas belasten sollte.
Es gibt bestimmt noch viele gute Gründe die dafür sprechen. Cash-Flow zum Beispiel.

Ps.: Vielleicht kann mal jemand bei seinem Broker schauen wieviel Prämie es gibt wenn ich Coca-Cola bei 40USD absichern würde.
(08.03.2021, 12:11)Mr. Passiv schrieb: [ -> ]Mahlzeit,

hab eben mal wieder n bisserl sinnlos im Netz rumgedattelt und frage mich nun, warum ich das nicht mache?! 

Stelle mir das wie folgt vor:
- Aktie suchen, die ich gut, aber zur Zeit zu teuer empfinde (z.B. meine Brookfield Renewable)
- Put drauf schreiben. 
- Sinnlos einfach Kohle einfahren

Gerade der letzte Punkt kommt mir n bisserl komisch/sinnlos einfach vor.

Hat da wer Erfahrungen mit gemacht und kann mir sagen, wo da die Fallstricke sind?
Taugen dazu alle Broker oder hats da abweichende Erfahrungen?

SG

Ja, das könnte man sich tatsächlich fast so denken: Wenns läuft, in schöner Regelmäßigkeit "kleine" Prämien kassieren. Wenns nicht läuft, die Aktien die man sowieso haben wollte sich dann "günstiger" ins Depot buchen lassen.

Das kann man machen. Du "bezahlst" das halt damit, dass du nach unten hin voll dabei bist und nach oben aber dann i.H. der Prämie gedeckelt bist. Und wenn du die Aktie zum Strike eingebucht bekommst, der Kurs vielleicht schon viel tiefer steht. Du bestitzt dann zwar deine "Wunschaktie", sitzt aber damit gleich schon auf einem (großen) Buchverlust.

Ich würde das so nicht machen wollen. Für Buy & Hold die Aktie lieber gleich direkt kaufen, warten, dabei Divi kassieren, und die großen Anstiege (die ja eh rar gesäht sind und nur an wenigen Tagen im Jahr stattfinden) mitmachen anstatt nur zuschauen. Noch ein Kontra: Dein Kapital, welches als Sicherheit für die verkauften Puts im Konto deines Brokers rumgammelt bringt derzeit null Zinsen. Auch nicht so clever...

Besser wäre es evtl. Calls auf deine Aktienposition zu schreiben. Aber auch hier besteht die "Gefahr", dass du ungewollt ausgeübt wirst und du dich von deinen ja eigentlich für B&H vorgesehenen Aktien verabschieden musst (-> Steuern!).

Trotzdem kann es eine gute Strategie sein, denn die Equity-Kurve ist schön ruhig (wenigstens bei mir). Relativ wenig volatil und für mein Depot gut als "Diversifikation".

@rienneva hat dir ein Buch empfohlen, das würde ich dir auch sehr empfehlen Tup !

Als Broker wäre aus meiner Sicht Interactive Broker die Wahl Tup
Schau mal hier: https://www.wallstreet-online.de/diskuss...er_beitrag
Könnte sein, dass es mehr dabei rum kommt, wenn man auf Cashflow aus den Investments angewiesen ist, als wenn man bloß Divis kassiert.
Ggf. braucht man so was nicht in der Ansparphase, könnte man aber durchaus praktizieren, wenn man in die Entnahme-Phase übergeht.
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