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Normale Version: Dividenden News 2020
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(06.04.2020, 17:06)Banker schrieb: [ -> ]Wir haben ja viele Dividendeninvestoren hier im Forum. Mich würde aus der o.g. Erkenntnis der Performance vor und nach einem Dividendencut interessieren, wie wir als Dividendeninvestoren umgehen sollen. Viele kaufen ja die DGI-Werte wegen der Dividendenwachstumsraten. Wir wären ja dann vermutlich genau die, die dann im Tief verkaufen würden. Wenn also der Dividendencut verkündet wurde.

Ideen, anybody?

Ich gehe hier sehr pragmatisch vor.

Ist die Dividende unter 2% so kommt die Aktie auf hold. Bleibt sie zwei Jahre auf hold wird sie verkauft. In diesen zwei Jahren kommt in der Regel noch etwas Kapitalgewinn hinzu. Ich bewerte für hold drei Kriterien: Free Cashflow, Dividende und Marktkapital. Wenn mehr als ein Kriterium nicht mehr stimmt wird schon nach einem Jahr verkauft, sonst nach zwei.

Bestimmt nicht die beste Methode, sehr langsam, Verluste werden manchmal zu lange ausgesessen. Aber viele dieser Dickschiffe erholen sich auch wieder. Unter dem Strich dürfte es wohl besser sein als einfach verkaufen wenn die Dividende gesenkt wird, insbesondere da sich ja statistisch gesehen die Firmen nach der Dividendenkürzung wieder erholen.
(06.04.2020, 17:00)Banker schrieb: [ -> ]Quelle für die Grafik ist folgende: https://seekingalpha.com/article/3961103...vidend-cut

Zusammen mit den Erklärungstexten macht es dann schon mehr Sinn.


(06.04.2020, 17:06)Banker schrieb: [ -> ]Wir haben ja viele Dividendeninvestoren hier im Forum. Mich würde aus der o.g. Erkenntnis der Performance vor und nach einem Dividendencut interessieren, wie wir als Dividendeninvestoren umgehen sollen. Viele kaufen ja die DGI-Werte wegen der Dividendenwachstumsraten. Wir wären ja dann vermutlich genau die, die dann im Tief verkaufen würden. Wenn also der Dividendencut verkündet wurde.

Ideen, anybody?

Ideen? Ja natürlich nachkaufen und nicht verkaufen!
Natürlich hat man letztendlich ein paar faule Eier im Depot, aber die Gewinne der anderen sollten es mehr als ausgleichen.

Natürlich muss der Einzelfall betrachtet werden.
Wer jetzt GE regelmäßig bespart kann lange auf Dividenden warten. Bei Sixt & Co wird weiter ausgeschüttet sobald es wieder anläuft.
Shell kann theoretisch die Dividende aus der Substanz bezahlen. McDonalds wird einen Teufel tun und seine Dividendenhistorie kaputt machen.
Ich glaube man sollte hier diskretionäre Gedanken erlauben.
Ein stures Dividendensystem finde ich aktuell nur bedingt sinnvoll.
Wenn eine Firma vor zwei Jahren die Dividende gesenkt hätte, wäre dies ein schleches Zeichen.
Wenn heute eine Firma seine Dividende senkt ist dies, für mich, völlig neutral.
Also nicht gut und nicht schlecht.
Langfristig könnte es sogar sehr vernünfitg sein, sie jetzt zu steichen.

Ich glaube Schuldenquote, Rating, Cashflow sind gerade deutlich wichtigere Kennzahlen als Dividendenrendite.
(06.04.2020, 18:19)Päda schrieb: [ -> ]Ich glaube man sollte hier diskretionäre Gedanken erlauben.
Ein stures Dividendensystem finde ich aktuell nur bedingt sinnvoll.
Wenn eine Firma vor zwei Jahren die Dividende gesenkt hätte, wäre dies ein schleches Zeichen.
Wenn heute eine Firma seine Dividende senkt ist dies, für mich, völlig neutral.
Also nicht gut und nicht schlecht.

Sehe ich alles genauso bis auf den untersten Satz.
Wenn die Dividenden gesenkt oder gestrichen werden verfällt der Kurs und bietet zukünftig eine höhere Rendite für jeden der Geduld mitbringt.
Von daher ist es gut für uns.
Für die Unternehmen ist es auch positiv weil kein Fremdkapital aufgenommen werden muss.

Nur derjenige der verkauft weil ihm die Dividende fehlt, der ist angeschissen.
Hab mal mit Aktionären von Enron, Lehmann, Flowtex und Luckin Coffee gesprochen.
Konnte denen die Sinnhaftigkeit von Ratings nicht nachhaltig darlegen.

Halte da seitdem auch nicht mehr viel von.

Hat’s da Argumente oder Auswertungen, die anderes nahelegen?
(06.04.2020, 18:28)Mr. Passiv schrieb: [ -> ]Hat’s da Argumente oder Auswertungen, die anderes nahelegen?

Natürlich schützt dich ein Rating nicht vor Nieten.
Jedoch sind die Kreditkosten meist an das Rating geknüpft.
Sprich, jedes Unternehmen das aktuell Kredite braucht (das werden die meisten sein), kommt günstiger mit einem guten Rating weg, als eines mit einem schlechten Rating.
(06.04.2020, 18:28)Mr. Passiv schrieb: [ -> ]Hab mal mit Aktionären von Enron, Lehmann, Flowtex und Luckin Coffee gesprochen.
Konnte denen die Sinnhaftigkeit von Ratings nicht nachhaltig darlegen.

Halte da seitdem auch nicht mehr viel von.

Hat’s da Argumente oder Auswertungen, die anderes nahelegen?

Die Ratings haben schon Hand und Fuß solange man sich in einem normalen Marktumfeld bewegt.
Ohne diese Ratings müsste jeder Investor seine eigenen Untersuchungen anstellen und Investitionen würden nur sehr träge passieren.

Ob Ratings jetzt aber ein - oder + haben nach dem Triple A dürfte so ziemlich egal sein.
(06.04.2020, 18:19)Päda schrieb: [ -> ]Ich glaube man sollte hier diskretionäre Gedanken erlauben.
Ein stures Dividendensystem finde ich aktuell nur bedingt sinnvoll.
Wenn eine Firma vor zwei Jahren die Dividende gesenkt hätte, wäre dies ein schleches Zeichen.
Wenn heute eine Firma seine Dividende senkt ist dies, für mich, völlig neutral.
Also nicht gut und nicht schlecht.
Langfristig könnte es sogar sehr vernünfitg sein, sie jetzt zu steichen.

Ich glaube Schuldenquote, Rating, Cashflow sind gerade deutlich wichtigere Kennzahlen als Dividendenrendite.

Na ja, dafür habe ich ja 2 Jahre hold, und 2% sind ja auch nicht so viel. Wenn die Firma nach zwei Jahren immer noch keine Dividenden zahlen kann dann ersetze ich sie mit einer die das kann.
(06.04.2020, 17:06)Banker schrieb: [ -> ]Wir haben ja viele Dividendeninvestoren hier im Forum. Mich würde aus der o.g. Erkenntnis der Performance vor und nach einem Dividendencut interessieren, wie wir als Dividendeninvestoren umgehen sollen. Viele kaufen ja die DGI-Werte wegen der Dividendenwachstumsraten. Wir wären ja dann vermutlich genau die, die dann im Tief verkaufen würden. Wenn also der Dividendencut verkündet wurde.

Ideen, anybody?

In der Tat schwierig.

Wenn ich zu akzeptablen Preisen rauskomme, wird liquidiert.
Ich will eigentlich keine non payer!

Nur, wenn sowas wie bei Air New Zealand passiert, einfach 4 Tage keine Kurse stellen und dann 60% Abschlag kann ich es auch behalten.
Bei 50 Werten ist der Verlust dann so bei 1,5% des Depots, da sind die letzten 0,5% auch egal.

Dazu kommt, dass ich eigentlich im DGI Depot so selten wie irgend möglich handeln will.

Aber alle paar Jahre wird das Depot gründlich analysiert und dann evtl. größere Änderungen durchgeführt.
Werde ich nach Überstehen von Corona wieder machen.
Wer diese Krise gut übersteht ist der Winner der nächsten Hausse.
Normalerweise Smile
HUGO BOSS will in Corona-Krise auf Dividende verzichten

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